Solidarität mit den ÖPNV-Streiks
Verkehrsverbände müssten Taxikosten zahlen!
Der Streik der Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr ist insbesondere auch aufgrund der sturen und provokativen Haltung der ÖPNV-Betreiber vollauf berechtigt und zu unterstützen. Doch viele Beschäftigte sind damit teilweise auch gezwungen, ein teures Taxi zu nehmen, um überhaupt rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.
Ein großer Teil der Erwerbstätigen hat kein Auto und auch Fahrgemeinschaften sind nur selten möglich (allein schon wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten und Arbeitswege), sodass diese Menschen auf den ÖPNV angewiesen sind. Nicht jeder hat auch die Alternative, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit zu kommen!
Viele wären gezwungen, der Arbeit fernzubleiben, wofür viele Chefs aber auch kein Verständnis haben und mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen drohen. Denn das "Wegerisiko" trägt allein der Beschäftigte!
Aber ein Taxi können sich viele wegen ihres geringen Entgelts auch gar nicht leisten! Allen betroffenen Beschäftigten rate ich, die Taxirechnung für die Fahrt zur Arbeitsstelle und zurück, bei den Verkehrsverbünden einzureichen und auf deren Erstattung zu bestehen. Das ist zwar rechtlich nicht möglich, da die Verkehrsverbünde bei "höherer Gewalt" oder Streik von ihrer Leistungspflicht frei sind und daraus keine Schadensersatzansprüche gegen sie begründet werden können. Dennoch wäre das eine Solidaritäts-Protestaktion, wenn zig Taxirechnungen bei den Verkehrsverbünden eingingen und dieser Protest auch auf die Straße getragen und auch bei den Warnstreiks bekannt gemacht würde.
Die ÖPNV-Betreiber haben bisher immer noch kein akzeptables Angebot für einen Tarifabschluss vorgelegt. Deshalb wird es zu weiteren Warnstreiks kommen! Die jetzigen Streiks sind berechtigt und ich stehe als Nicht-Auto- bzw. Fahrradfahrer voll dahinter! Die Fahrgäste dürfen sich auch nicht gegen die streikenden ÖPNV-Kolleginnen und -Kollegen aufbringen lassen.