Aufruf des Arbeitskreises „Aktiv gegen rechts“ in Ver.di München

Aufruf des Arbeitskreises „Aktiv gegen rechts“ in Ver.di München

Solidarität mit den Bundeswehrtramverweigerern!

Der Arbeitskreis „Aktiv gegen rechts“ in Ver.di München ruft für den kommenden Montag, 23. März, zu einer Solidaritätskundgebung mit den Straßenbahnfahrern der Münchner Verkehrsgesellschaft auf, die sich weigern, eine Straßenbahn mit Bundeswehrwerbung durch die Stadt zu fahren¹.

Seit über einem Jahr erklären drei Münchner Trambahnfahrer:

Wir, Trambahnfahrerinnen und Trambahnfahrer aus München, nehmen es nicht hin, dass wir die Straßenbahn (Typ T1, Wagen 2804) mit Werbung für eine angebliche Karriere bei der Bundeswehr durch München fahren sollen. Bereits der Slogan der Werbung „Mach, was wirklich zählt“ würdigt uns herab – was wir machen, nämlich Trambahnfahren, zählt also nicht, bzw. nicht wirklich. Das trifft nicht nur uns, sondern alle Arbeitenden. Man kann nicht ernsthaft von uns erwarten, dass wir diese Beleidigung aller Arbeitenden auch noch durch die Straßen fahren. (…) Die zunehmende öffentliche Anwerbung hat mit dazu beigetragen, dass inzwischen jeder elfte Rekrutierte minderjährig ist. Dafür wollen wir nicht länger Gehilfen sein. Deswegen fordern wir, dass die MVG sich nicht länger zum Rekrutierungsinstrument der Bundeswehr macht. Für uns gilt: Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter, Metaller bauen keine Panzer, Transportarbeiter transportieren kein Militärgerät – und Trambahnfahrer fahren keine Bundeswehrtram.

 

Inzwischen hat die MVG mit einer Abmahnung (in Form einer Ermahnung) reagiert, gegen die der betroffene Kollege mit ver.di-Rechtsschutz vor das Arbeitsgericht geht. Die Vertretung erfolgt durch den DGB Rechtsschutz.

 

Die Güteverhandlung ist nun am Montag, den 23. März, um 14 Uhr festgesetzt. Ab 12.30 Uhr lädt der Arbeitskreis „Aktiv gegen rechts“ in Ver.di München zur Solidaritätskundgebung vor dem Arbeitsgericht (Winzererstr. 106) ein.

Als Redner*innen haben zugesagt:

  • Haris Softic, Ver.di-Sekretär, zuständig für die MVG.
  • Magda Wesselly, Ver.di-Jugend für das Bündnis NEIN zur Wehrpflicht.
  • Falko Blumenthal, Gewerkschaftssekretär für 44 Daimler-Kollegen aus Bremen.
  • Nicole Gohlke, Mitglied des Bundestags.
  • Carmen Fesl, stellv. Kreisvorsitzende der Linken München.
  • Ingrid Greif und Nadine Adlich, Ver.di-Betriebsgruppe München Klinik.
  • Brigitte Obermayer, für das Münchner Friedensbündnis.
  • Grußadressen von Özlem Demirel, Mitglied des EU-Parlaments, und anderen


Die Kundgebung wird ergänzt durch kulturelle Beiträge des Roten Weckers und der Künstlerin Kirstie Handel.

 

Hier gibt es den Aufruf als pdf-Datei