Nahostkrieg
Iran: Trump muss zurückrudern – und schickt Marines in die Region
Während die US-Airforce aktuell die iranische Atomanlage Natans mit bunkerbrechenden Bomben angreift und damit die Gefahr eines Super-GAU in der Region explosionsartig ansteigen lässt, muss der faschistische US-Präsident Donald Trump an anderer Front zurückrudern.
Aufgrund der steigenden Inflation und der explodierenden Preise, vor allem für Energie und Kraftstoff, sieht Trump sich jetzt gezwungen, zu erklären, er wolle den Krieg gegen den Iran, wie er es selber nennt, "herunterfahren". Der Grund: Die eigene Bevölkerung gerät immer mehr in Widerspruch zu Trumps Kriegspolitik im Iran. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters, vom Anfang des Monats billigen nur 29 Prozent der Befragten die US-Luftangriffe auf den Iran. Weitere 36 Prozent erwarten, dass der Krieg nicht rasch beendet werden wird. (www.br.de, 10.3.26)
Da Trump bekanntlich komplett auf fossile Energien setzt, sind die USA aktuell natürlich weiterhin von stetig fließendem Öl abhängig. Dazu braucht es die Öllieferung aus dem Nahen und Mittleren Osten. Alleine durch das massiv betriebene Fracking im eigenen Land können die Verluste nicht ausgeglichen werden – allem „Drill-baby-drill“-Gerede zum Trotz.
Trump selber begründet seine Ankündigung natürlich wieder mit seiner ganz eigenen Sicht der Dinge: „Ich glaube, wir haben gewonnen. Wir haben ihre Marine und ihre Luftwaffe ausgeschaltet, wir haben ihre Flugabwehr ausgeschaltet, wir haben alles ausgeschaltet, wir können uns frei bewegen. Aus militärischer Sicht sind sie am Ende.“ Ob Trump das, was er da erzählt, tatsächlich glaubt, ist nebensächlich. Fakt ist, dass der faschistische Iran gerade seine Nachbarstaaten massiv beschießt, die Straße von Hormuz nach wie vor gesperrt hält und das Mullah-Regime in Teheran nach wie vor an der Macht und aktionsfähig ist.
Entgegen seiner Ankündigung, den Krieg „herunterfahren“ zu wollen, hat Trump Medienberichten zufolge rund 2500 Marines (Marineinfanteristen, Anm. d. Red.) an den Persischen Golf beordert. Das deckt sich mit der Einschätzung von bürgerlichen Experten, die vermuten, dass Trump Bodentruppen einsetzen könnte, um die Insel Kharg unter US-Kontrolle zu bringen, die dortigen Ölvorräte zu übernehmen und das Regime in Teheran damit unter Druck setzen zu können.
Die international aktive Massenbewegung gegen Krieg und Faschismus muss weiter wachsam bleiben und darf sich nicht von Trumps Nebelgranaten blenden lassen. Der US-Präsident steht innenpolitisch massiv unter Druck, versucht dort zu dämpfen, während er außenpolitisch aggressiv imperialistisch vorgeht. Dabei wird er auch vor dem Einsatz von Bodentruppen nicht zurückschrecken.
Sofortiges Ende des Kriegs gegen den Iran!
Nein zu den faschistischen Regimes des Iran, Israels und der USA!
Volle Solidarität mit dem Kampf der Massen im Iran für Freiheit und Demokratie!