Gastbeitrag der Konzernkoordinierung Stellantis der IAC

Gastbeitrag der Konzernkoordinierung Stellantis der IAC

Internationaler Aktionstag bei Stellantis am 24. März

Hier ein Gastbeitrag der Konzernkoordinierung Stellantis der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung (IAC):

Korrespondenz
Internationaler Aktionstag bei Stellantis am 24. März

Bei der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz im indischen Pune im November wurde ein internationaler Aktionstag bei Stellantis beschlossen.

 

Die Konzernbelegschaft ist aufgerufen, weltweit gegen Arbeitsplatzvernichtung, Werksschließungen, verschärfte Ausbeutung und Lohnraub zu protestieren.


Anfang Februar hat die Konzernkoordinierung einen Aufruf für den 24. März veröffentlicht. Der Aktionstag ist eine Kampfansage, ausdrücklich bevor die konkreten Pläne für Werksschließungen im Einzelnen bekannt gegeben werden: Kein Werk steht alleine – Kampf gegen alle Werksschließungen – für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!


In den letzten Wochen wurde angekündigt, dass Prämien für die Belegschaften in den USA und in Italien gestrichen wurden, während sich die Bosse selbst Millionen genehmigen. In Turin fand im Februar eine Demonstration gegen Arbeitsplatzvernichtung und Arbeitshetze statt. Und heute, am 20. März, streikt die Belegschaft im Werk Cassino – das liegt zwischen Rom und Neapel – gegen die Arbeitsplatzvernichtung. Hier wurden geplante Elektromodelle gestrichen oder verschoben, sodass die Kollegen massenhaft Kurzarbeit mit entsprechenden Einkommensverlusten haben. Die fünf größten Gewerkschaften rufen zum Streik auf.


In den USA hat die Zeitung der kämpferischen Strömung UAWD innerhalb der Automobilarbeitergewerkschaft ein Interview mit drei Teilnehmern der Konferenz in Pune veröffentlicht, in dem auch zum Aktionstag bei Stellantis aufgerufen wird.


Vorbereitungen für den Aktionstag laufen unter anderem in Argentinien, Brasilien, Mexiko, den USA, Frankreich, Italien und Deutschland. Der Kampf um jeden Arbeitsplatz, um jedes Werk geht nicht nur die Automobilarbeiter und ihre Familien an, sondern die ganzen Regionen.

 

Jetzt ist wichtig, dass die Belegschaften Proteste organisieren, Kämpfe und Streiks vorbereiten und koordinieren. Ein gutes Beispiel dafür sind die Hafenarbeiter und ihr Aktionstag am 6.2.26, der ein wichtiges Zeichen in dieser Richtung gesetzt hat. Auf Initiative von Gewerkschaften aus Griechenland (Enedep), dem spanischen Baskenland (LAB), der Türkei (Liman-Is), Marokko (ODT) und Italien (USB) wurde ein gemeinsamer Streiktag gegen Krieg beschlossen und durchgeführt. So erkämpften sich die Docker ein neues Niveau der Koordinierung und Kooperation der Hafenarbeiter international: "Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg!"


Die internationalen Infobriefe und der Aufruf zum Aktionstag finden sich in sechs Sprachen auf der Homepage www.automotiveworkers.org.