Villingen-Schwenningen
"Fünf vor zwölf: Schluss mit den Kriegen"
In Villingen findet am Samstag, den 21. März, um "Fünf vor 12" auf dem Latschariplatz eine Kundgebung gegen den Nahostkrieg statt, unter dem Motto "Schluss mit den Kriegen".
Diese Kundgebung wurde auf einem Treffen von dreizehn Personen aus unterschiedlichen Gruppen und Parteien beschlossen. Eine Presseerklärung dazu, ohne Nennung der beteiligten Parteien oder Organisationen, wurde von der Lokalzeitung "Schwarzwälder Bote" nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Der verantwortliche Redakteur sagte, dass Presseerklärungen der MLPD oder anderer "extremistischer" Organisationen nicht veröffentlicht werden. Und ohne die beteiligten Organisationen drucken sie die Presseerklärung nicht ab.
Auch die Nennung meines Namens kam für sie nicht infrage, da sie wissen, dass ich regionaler Pressesprecher der MLPD bin. Der Hinweis, dass dieses Verhalten Pressezensur sei, interessierte den Redakteur nicht. Sie hätten in der Redaktion einen entsprechenden Beschluss, dass von Organisationen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, nichts veröffentlicht wird. Damit reiht sich die Lokalredaktion des „Schwarzwälder Boten“ direkt hinter Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ein, der für genau diese antikommunistische und ultrareaktionäre Politik völlig zu Recht auf der Leipziger Buchmesse ausgebuht wurde. Trotzdem danke an den Redakteur. Dieses antikommunistische Zensursystem, das in Deutschland in allen bürgerlichen Medienhäusern gängig ist, wird selten einmal so offen zugegeben.
Aus diesem Grund jetzt hier die Presseerklärung:
"Schluss mit den Kriegen!“ Unter diesem Motto ruft ein breites Bündnis von Einzelpersonen, Organisationen und Parteien zu einer Kundgebung am Samstag, den 21. März, um fünf Minuten vor 12 Uhr, auf dem Latschariplatz in Villingen auf.
Der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist in seiner dritten Woche und ein Ende ist nicht absehbar. Die massiven Aufrüstungen in der EU, in Deutschland und anderen Ländern bereiten einen Dritten Weltkrieg vor. Dieser würde die Existenzgrundlage ganzer Völker zunichte machen.
Weltweit wächst der Protest gegen diesen Krieg. In den USA ist eine Mehrheit des Volkes gegen den Krieg, auch in Deutschland sind 57 Prozent der Menschen dagegen. Nur ein breiter Widerstand von uns friedliebenden Bürgern kann einen Weltkrieg verhindern. Deshalb rufen wir alle friedliebenden Menschen auf, sich an dieser Kundgebung zu beteiligen.
„Unsere Kinder und Enkelkinder kriegt ihr nicht!“ Mit diesem Bewusstsein können wir im Widerstand gegen den Krieg in Nahost und gegen alle anderen Kriege auf der Welt einen Beitrag leisten. 50.000 Schülerinnen und Schüler und teilweise Erwachsene haben am 5. März gegen das neue Wehrdienstgesetz gestreikt, unter anderem mit der Parole „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft in Frieden!“ Nehmen wir uns an diesen Jugendlichen ein Beispiel. Bringt auf Plakaten gute Forderungen mit. Am offenen Mikrofon kann jeder in einem kurzen Beitrag seine Meinung zu diesem Krieg auf antifaschistischer Grundlage zum Ausdruck bringen. Es ist Zeit, aufzustehen!