Das ZDF und der Irankrieg

Das ZDF und der Irankrieg

Kriegspropaganda zur Primetime

Es ist Sonntag, 15. März 2026. Im ZDF-heutejournal interviewt Anne Gellinek den ehemaligen Verteidigungsminister Israels. Ihre erste Frage ist: "Wir sind an Tag 16 und es gelingt Iran immer noch, Israel mit Raketen und Drohnen zu beschießen. Warum gelingt das immer noch?"

Korrespondenz

Israel bricht aktuell gleich mehrfach offen das Völkerrecht. Der Angriff auf den Iran und jetzt auf den Libanon sind nach einhelliger Meinung der Völkerrechtler illegal. Doch statt das zu thematisieren, fragt das ZDF im Grunde, warum der völkerrechtswidrige Angriffskrieg nicht noch schneller voran kommt.

 

Man stelle sich mal für einen Moment vor, im deutschen Fernsehen würde der ehemalige russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu interviewt: "Einen schönen guten Abend nach Moskau. Wir sind an Tag 1.476. Warum gelingt es der Ukraine immer noch, Russland zu beschießen?" Eine solche Parteinahme für den Aggressor wäre in dem Fall zu Recht undenkbar. Aber wenn es um die verbündeten Imperialisten Israel und die USA geht, ist genau das tägliche Realität. Doppelmoral, die zum Himmel schreit!

 

Ich bin nicht völlig dagegen, solche Leute zu interviewen. Aber dann müssen sie in die Mangel genommen werden, mit dem Bruch des Völkerrechts konfrontiert werden. Mit kritischen Fragen müssen die Lügengebäude vor den Augen der Zuschauer zerpflückt werden.

 

Im Juni 2025 meldet Trump, dass die Atomanlagen des Iran "komplett zerstört" seien. 2026 geben USA und Israel als Kriegsgrund an, dass Iran wieder kurz vor der Atombombe stünde. Iran ist der hauptsächliche Öl-Lieferant für China, dem größten Rivalen der USA. Ist das nicht eher der Grund für den völkerrechtswidrigen Angriff auf Iran? Die Antworten darauf würde man gerne hören.

 

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