Gelsenkirchen
BP will Auftreten vor dem Betriebstor unterdrücken
Am 12. März und am 18. März hat der BP-Werkschutz mit massivem Einsatz das Verkaufen der Roten Fahne vorm Betriebstor und das Verteilen eines aktuellen Flugblatts der MLPD zur Tarifrunde, zu den Betriebsratswahlen und zu den Machenschaften der AfD in diesem Zusammenhang, an der Raffinerie in Gelsenkirchen-Scholven behindert und unterdrückt.
BP beansprucht den Bereich vor dem eingezäunten Betriebstor als Werksgelände und will die Verkäufer vertreiben. Diese Auseinandersetzung gab es vor Jahren schon einmal. Da hat man ein Gerichtsurteil vorgelegt, aus dem klar hervorgeht, dass das Auftreten außerhalb des Zauns, aber direkt am Tor jederzeit rechtens ist. Das hat dann die Polizei und auch der Werkschutz gewusst, und für lange Zeit war das gegessen. Jetzt geht das Ganze von vorne los. Der Werkschutz, im Sold von BP und abhängig von deren Weisungen, maßt sich an, als wäre es seine Sache, für die Kollegen zu sprechen. Als ob nicht jeder gestandene Arbeiter frei und völlig selbst darüber entscheiden könnte, von wem er eine Information annimmt oder nicht.
In aller Dreistigkeit schwingt sich der Werkschutz dazu auf, er müsse die Belegschaft vor der Belästigung durch die Verkäufer schützen, das Zeug wolle sowieso keiner. Vier bis fünf Werkschützer umstellen zwei Verkäufer, um diese gegenüber den Kollegen abzuschirmen. Eine massive Einschüchterung auch gegenüber den Kollegen. Ganz sicher im Interesse von BP, aber ganz sicher nicht das Interesse der Kollegen. Die Verkäufer behaupten ihr Auftreten unbeirrt, und die Polizei wird gerufen und diesmal kommt sie.
BP hat sich was ausgedacht
Von der Pawickerstraße her hat der Werkschutz ganz vorne zwei Personen mit Warnweste postiert und vier Pylönchen aufgestellt. Als die Polizei eintrifft, erklärt diese, dass das als „Umfriedung“ zu gelten hätte und damit die Feststellung, dass wir uns auf Werksgelände befinden, zutrifft. Auf Verlangen von BP spricht die Polizei daher einen Platzverweis aus, nachdem die Personalien der Verkäufer aufgenommen worden waren. BP stellt überdies Anzeige wegen Hausfriedensbruch.
Setzt Werkschutz Stölting Schlägertyp ein?
BP setzt an seinen Toren die Werkschutzfirma Stölting ein. Diese sind mit Warnwesten und Firmenlogo gekennzeichnet. Eine schwarz gekleidete Frau, die in dieser Situation den Hut auf hatte, trug keine Warnweste und hatte auch kein Firmenlogo. Sie hat sich als Werkschutz-BP vorgestellt. Einer der Stölting-Leute war besonders aufdringlich und aggressiv bis zu Tätlichkeiten. Er hat einen der Verkäufer, 65 Jahre alt, auf die Brust geboxt. War dieses betont aggressive Vorgehen möglicherweise eine Taktik, um eine Gegenreaktion zu provozieren, die dann als Rechtfertigung zu uneingeschränkter Gewalt hätte dienen können? Es ist sicher weitgehend, aber man kann es nicht völlig ausschließen, und es muss jedem klar sein, dass man sich da völlig im Griff haben muss. Die Verkäufer haben hier Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Die Polizei hat offen bekundet, dass sie sich das Beweismaterial aus einer Überwachungskamera holen will. Nun, man wird sehen ...