Großes Interesse

Großes Interesse

Veranstaltung vom "Bündnis Antifaschistisch - Solidarisch - Augsburg"

Am 13. März 2026 gab es im Internationalen Kulturzentrum Augsburg eine Veranstaltung mit dem Thema „Wie moderne Faschisten die Gewerkschaften zerschlagen wollen und wie wir das verhindern“.

Dabei ging es vor allem um faschistische Gruppen, die versuchen, sich in der Autoindustrie zu organisieren, zum Beispiel das „Zentrum“ bei Mercedes in Stuttgart. Bei der Diskussion waren Jörgen Scheller von der IG-Metall-Vertrauenskörperleitung Mercedes Stuttgart und Götz Schubert von der VVN Stuttgart dabei.

 

Das Interesse an der Veranstaltung, die vom „Bündnis Antifaschistisch Solidarisch Augsburg“ organisiert wurde, war groß und die Beteiligung gut. Das "Bündnis Antifaschistisch Solidarisch Augsburg" ist ein Zusammenschluss von MLPD, OAT (Offene Antifaschistische Treffen), DKP, DFG-VK, VVN und vieler weiterer Bündnispartner. Es wurde berichtet, dass die faschistische Gruppierung „Zentrum“ seit 2009 insbesondere in Mercedes-Werken aktiv ist und versucht, ihren Einflussbereich auf andere Konzerne der Automobilbranche auszuweiten. Der Gründer Oliver Hilburger ist jemand, der bereits zuvor in faschistischen Kreisen aktiv war und diese Rolle bis heute beibehält.

 

Ein Beispiel dafür ist seine Zusammenarbeit mit der faschistischen AfD und der Identitären Bewegung. Der Grund dafür, dass „Zentrum“ unter Arbeitern und insbesondere unter Migrantenarbeitern Anklang findet, liegt darin, dass Oliver Hilburger und ähnliche Faschisten sich gut tarnen können. Indem sie berechtigte Kritik der Arbeiter an der IG Metall aufgreifen und in die Rolle des „Kümmerers“ schlüpfen, der die Probleme der Arbeiter löst, machen sie sich attraktiv. Leider tappen manche Arbeiter mit schwachem Klassenbewusstsein in diese Falle.

 

Es wurde betont, dass man die Krisen des Kapitalismus nicht einfach lösen kann, indem man nur die faschistische Betriebsgruppe Zentrum oder die AfD kritisiert. Einige Teilnehmer machten deutlich, dass es wichtig ist, den Sozialismus als Perspektive stärker in den Fokus zu rücken.

 

Es wurde darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, alle faschistischen Parteien und Organisationen zu verbieten. Außerdem wurden die undemokratischen Unvereinbarkeitsbeschlüsse der IG Metall gegenüber der MLPD kritisiert. Jörgen Scheller erklärte dies wie folgt: „Der Kampf gegen den Faschismus in einer Gewerkschaft erfolgt durch den gemeinsamen Kampf von Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen.“

 

Für das leibliche Wohl sorgten Chili con Carne, das Jugendliche der OAT in der Küche zubereitet hatten, sowie Leckereien, die einige Teilnehmer mitgebracht hatten. Die Broschüre „Wie moderne Faschisten die Gewerkschaften zerschlagen wollen und wie wir das verhindern“ wechselte mehrfach den Besitzer.

 

Ein Teilnehmer, der selber Arbeiter ist, fasste seine Schlussfolgerung zur Veranstaltung wie folgt zusammen: „Wir müssen uns durch einen organisierten und aktiven Kampf gegen Faschismus, Umweltkatastrophen und die Gefahr eines Weltkrieges stärken. Gewerkschaften spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig müssen wir auf antifaschistischer Grundlage unsere Kräfte von Religion bis Revolution vereinen und die internationale Solidarität vorantreiben."