Irankrieg
UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Gegenangriffe – neue Fakten zum US-Angriff auf Mädchenschule
Während der UN-Sicherheitsrat die iranischen Angiffe auf die Golfstaaten verurteilt, kommen neue Details zu dem US-Angriff auf die Shajarah-Tayyebeh-Schule für Mädchen ans Licht.
Der Krieg geht weiter: Zuletzt hieß es, dass 16 Frachter im persischen Golf und der Straße von Hormus beschädigt wurden. Die G7 will Handelsschiffe jetzt durch die wichtige Meerenge eskortieren lassen, während der faschistische US-Präsident Trump die Reder auffordert, einfach ohne Rücksicht auf Verluste und das Leben der Seeleute durchzubrechen. Ein vom italienischen Militär betriebener Stützpunkt im iraksichen Erbil wurde von iranischen Langstreckenwaffen angegriffen. Im Iran selbst sollen mittlerweile 3,2 Millionen Menschen auf der Flucht sein.
Vor diesem Hintergrund hat der UN-Sicherheitsrat die iranischen Angriffe auf Golfstaaten verurteilt. Das iranische Regime verurteilt die Resolution als Täter-Opfer-Umkehr, schließlich seien es die USA und Israel, die den Krieg begonnen hatten, was nicht einmal erwähnt wird. Auch, wenn das stimmt, sagt das für sich genommen nichts über den Charakter des Kriegs und erst recht nicht des Mullah-Regimes aus. Es ist ein von beiden Seiten ungerechter Krieg, weil beide imperialistisch-faschistischen Lager nur für ihre Interessen kämpfen und die Menschen im Iran nichts zu gewinnen haben.
Der UN-Sicherheitsrat hat Teheran aufgefordert, seine Angriffe auf die Golfstaaten einzustellen. Diese Angriffe seien (ebenfalls?) völkerrechtswidrig. China und Russland enthielten sich übrigens und verzichteten damit auf ein Veto. Russland bereitet eine eigene Resolution vor, die alle Seiten zur Einstellung der Kämpfe auffordert.
Angriff auf Schule: USA mussten wissen, dass es eine Schule war
Die Shajarah-Tayyebeh-Schule für Mädchen in der Stadt Minab war am ersten Kriegstag, einem Samstagmorgen statt - zu Beginn der iranischen Schulwoche – angegriffen worden. Das Gebäude war voller Kinder: etwa 170 Menschen kamen ums Leben, die meisten von ihnen Kinder, so iranische Medienberichte.
Einem Bericht der New York Times zufolge sei das Schulgebäude früher Teil dieser benachbarten Militärbasis gewesen. Der Schulkomplex habe bis mindestens 2016 zur Militärbasis gehört – das aber ist 10 Jahre her. Der Zeitung sollen aber auch archivierte Satellitenaufnahmen vorliegen, die zeigen, dass danach Wachtürme abgebaut und drei öffentliche Eingänge zur Schule sowie Spielbereiche geschaffen wurden. Die Mauern wurden versetzt, sodass die Schule deutlich vom Militärgelände abgegrenzt war.
Die Nachrichtenagentur AP betonte, dass die die Schule umgebenden Mauern mit farbenfrohen Wandbildern in Blau und Rosa bemalt worden waren, und zwar so hell, dass sie aus dem Weltraum sichtbar gewesen seien. Die Schule sei damit auf Satellitenbildern eindeutig als zivile Einrichtung zu erkennen gewesen. Den US-Militärs muss bewusst gewesen sein, dass sie ein ziviles Ziel angriffen. Dieses Kriegsverbrechen muss vollständig aufgeklärt werden – die Verantwortlichen gehören vor Gericht gestellt und für diesen Massenmord an unschuldigen Kindern zur Rechenschaft gezogen!