Antikommunismus
Umkämpfter 8. März in Bochum
Schon traditionell fand am Samstag der Aktionstag der Bochumer Frauenvereine und -verbände mit rund 40 Ständen im Stadtzentrum statt. Die MLPD war mit ihrem Stand und dem Aufruf „Gegen Faschismus und Krieg, für die Befreiung der Frau im echten Sozialismus“ mittenmang dabei.
Viele Frauen machen sich große Sorgen angesichts des imperialistischen Krieges im Nahen Osten und nahmen gerne die Einladung zur Veranstaltung „Frauen gegen Krieg und Faschismus“ an, die heute um 18 Uhr im Thealozzi Bochum stattfindet. Es wurden neue Verbindungen geknüpft, Rote Fahnen und ein Buch „Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur“ von Stefan Engel und Monika Gärtner-Engel wurden verkauft.
So groß die Offenheit und Diskussionsbereitschaft unter der Masse der Frauen und Organisationen war, so unmöglich war das Verhalten der Grünen an dem Tag. Von einer Genossin zur oben genannten Veranstaltung eingeladen, verfiel die komplette Standbesetzung der Grünen in eine antikommunistische, zionistische Hasstirade. Beschimpfungen als „Faschistin“, „Antisemitin“ und extrem aggressives Auftreten – zu nichts anderem waren diese Leute imstande.
Doch damit nicht genug – ein männlicher Vertreter dieser Partei spuckte vor einer Genossin aus, als er mit seinen Tiraden bei ihr auf Granit biss. An einem Tag, der vor über 100 Jahren von der Kommunistin Clara Zetkin initiiert wurde, müssen sich Revolutionärinnen solche Tiraden von einer Partei anhören, die selbst die Hartz-Gesetze und die Riesterrente mitbeschlossen hat, die für eine Frauenmassenarmut sorgt? Sie müssen sich von einer Partei bieten lassen, die selbst ewig zu dem Leid der geschundenen und ermordeten Frauen und Kinder in Gaza geschwiegen hat? Das war ein Affront gegen die ganze Veranstaltung!
Einen Tag später fand eine bunte Demonstration zum „feministischen Kampftag“ unter dem Motto „Gemeinsam gegen Antifeminismus, patriarchale Gewalt und faschistische Rollbacks“ mit 3000 bis 4000 Beteiligten statt. Auch die MLPD reihte sich ein. Vertreterinnen des feministischen Kollektivs versuchten dagegen mit ihren Ordnern, ein antidemokratisches Fahnenverbot durchzusetzen. „Keine Parteipolitik“ und „Demokonsens“ waren das Einzige, was sie zur Rechtfertigung dieses absurden Vorgehens zu bieten hatten.
Wobei das kein Demokonsens ist – denn die Demoteilnehmer wurden ja nicht gefragt. Es ist ein durch die exklusiv arbeitende Orga-Gruppe verhängtes, drakonisches Verbot! Die MLPD tritt Zeit ihres Bestehens für die Befreiung der Frau und für sexuelle Selbstbestimmung ein und organisiert seit 40 Jahren Aktionen zum 8. März. Die Unterstellung „Ihr nehmt nur teil, um euch zu profilieren“ geht komplett an den Tatsachen vorbei. Sie dient einzig dazu, die Marxistinnen-Leninistinnen rauszuhalten und ihre Meinung zu unterdrücken. Beweise dafür türmten sich im Folgenden: Nicht nur die Fahne, sondern auch die Flyer waren plötzlich verboten. Mit dem Ergebnis, dass im Prinzip nur noch der Demoaufruf der Orga-Gruppe verteilt wurde, die sich damit ein Meinungsmonopol sicherte. Als wir uns auch von diesen weiteren Verboten nicht einmachen ließen, wurden Männer geschickt. Wenn einem die Meinung nicht passt, greift man eben doch auf das „Patriarchat“ zurück? Diese hetzten dann noch die Polizei auf uns. Soviel zum Thema „Die MLPD outet Aktivisten!“. Wer outet und verrät hier denn wen?
Dieses Vorgehen der Orga-Gruppe hat der Frauen- und LGBTQI+-Bewegung geschadet, nicht genützt. Für breite, demokratische Bündnisse auf antifaschistischer Grundlage! Vorwärts mit der Befreiung der Frau!