Südafrika

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Ramaphosa setzt Militär in Townships ein

„Operation Prosper (blühend, erfolgreich)" ist der Name für den jetzt von Präsident Ramaphosa angeordneten Einsatz von Militär in den armen Wohngebieten von Capetown, Port Elizabeth und in der Provinz Gauteng.

Korrespondenz aus Dortmund

Die Soldaten sollen gemeinsam mit der Polizei die Bandenkriminalität bekämpfen. In der Tat wird die Kriminalität in vielen Townships immer extremer und die Polizei verhält sich oft passiv. Das Township Khayelitsha in Capetown ist ein besonderer Hotspot. 


Allerdings ist Khayelitsha auch ein Zentrum des Kampfes der Bewohner um bessere Lebensverhältnisse. Zuletzt im Oktober 25 wollte eine wütende Menschenmasse das Kapstädter Rathaus stürmen. Sie forderten Gesundheitsversorgung, Toiletten und Stromversorgung.


Fraglich, ob Panzerfahrzeuge und schwer bewaffnete Soldaten etwas gegen Kriminelle ausrichten, und schon gar nicht gegen die Ursachen der Kriminalität. Soll nicht eher eine rebellierende Bevölkerung in Schach gehalten werden? Operation Prosper soll auch das „Illegal Mining“ bekämpfen, den Dauerbrenner der rassistischen Hetze gegen Migranten.


Hier ein Video vom Protest vor dem Kapstadter Rathaus