Angriffe der USA und Israels auf den Iran
Montagsdemo Bochum: Protest gegen den Krieg
Von der letzten Montagsdemo in Bochum berichtet ihr Moderator, Ulrich Achenbach:
Auf der gut besuchten Bochumer Montagsdemo am 9. März gab es eine umfangreiche Debatte über den militärischen Überfall der USA und Israels auf den Iran.
Nach dem Singen der Eingangshymne äußerte sich einer der Moderatoren zu diesem Thema und rief zu einer regen Diskussion auf. "Der Angriff auf den Iran war völkerrechtswidrig. Auch wenn im Iran ein klerikalfaschistisches Regime an der Macht ist, haben Länder wie die USA und Israel nicht das Recht, diesen Staat militärisch anzugreifen. Hier ist der Zusammenschluss besonders der Arbeiter gefragt, die mit Streiks und Protestaktionen das herrschende Regime stark schwächen und auch besiegen können. Eine internationale Vernetzung ist anzustreben. Es finden immer noch zu viele separate Demonstrationen statt, die sich teilweise sogar gegenseitig bekämpfen", hieß es in einer Wortmeldung.
Die Rednerin wies hier auf den Streik der Hafenarbeiter gegen die Verladung von Kriegsmaterial in Griechenland, Italien und Spanien hin. Ein Redner berichtete von einer Rede im WDR 4: „Eine in NRW lebende Iranerin schilderte die Zerreißprobe zwischen der Sorge um ihre Familie vor Ort und der Hoffnung auf einen politischen Umbruch in ihrem Heimatland. Trotzdem wurde aus den Berichten dieser Iranerin deutlich, dass der Angriff auf den Iran durch die USA und Israel das Regime im Iran nicht auslöschen wird. Sie betonte, dass nur schärfere weltweite Sanktionen gegen das Mullah-Regime auch die Revolutionsgarden in Bedrängnis bringen und sie schwächen werden". "Wichtig wäre eine Beschlagnahme von Vermögen der Mullahs im Ausland", bestätigte ein Redner. Sehr interessant war eine Wortmeldung von einem Iraner. „Alle Angriffskriege sind zu bekämpfen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird als Ukrainekrieg bezeichnet, der Angriffskrieg der USA oder Israels auf Gaza und den Iran jedoch als Verteidigungskrieg. Die USA und Israel hatten nicht das Recht, Iran anzugreifen, ebenso wenig wie Venezuela. Das Volk im Iran will nicht, dass das Mullah-Regime durch eine Diktatur von imperialistischen Staaten abgelöst wird. Wir sind dankbar für jede Solidarität mit den Unterdrückten und freuen uns, dass gegen diesen völkerrechtswidrigen Krieg immer mehr Menschen auf die Straße gehen, wie hier die Bochumer Montagsdemo".
"Auch eine Rückkehr des Sohnes des ehemaligen Herrschers im Iran, Schah Reza Pahlavi, wird von vielen Iranern abgelehnt. Voll zu Recht, denn der Vater hatte das Land in eine brutale Diktatur verwandelt“, meinte ein weiterer Redner. Zum Internationalen Frauentag gab es ebenfalls Wortmeldungen, u. a. über die erfolgreichen und zahlreichen Demonstrationen in ganz Deutschland gegen die Unterdrückung der Frau. Auch in Bochum gingen zahlreiche Frauen (und Männer) an mehreren Tagen auf die Straße, wie z. B. bei der Feministendemo am Sonntag.
Zum Abschluss der Kundgebung sang eine junge Frau noch das Solidaritätslied von Bertolt Brecht: "Vorwärts und nicht vergessen!". Die nächste Kundgebung findet am 13. April statt.