Literaturverkauf

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Marxistisch-leninistische Aufklärungsarbeit – was bedeutet das für mich als People-to-People-Agentur?

Ich bin leidenschaftliche Agentur von People to People: Völkerfreundschaft ist unser Programm!

Von einer Korrespondentin aus NRW
Marxistisch-leninistische Aufklärungsarbeit – was bedeutet das für mich als People-to-People-Agentur?
Bücherkiste für den unspektakulären tagtäglichen Einsatz (rf-foto)

Als ich die Erklärung des Zentralkomitee der MLPD "Millionen formieren sich weltweit gegen Faschismus und Krieg" las, dachte ich länger auch über den Begriff der marxistisch-leninistischen Aufklärungsarbeit nach. Worin besteht sie und was bedeutet das für mich als Agentur? Vor meinem inneren Auge ließ ich die letzten Wochen Revue passieren und erschrak: Seit dem Weihnachtsgeschäft liegt meine Arbeit mehr oder weniger darnieder! Das kann doch wohl nicht sein, dass ich am ruhigen Weihnachten mehr umsetze als in einer solch bewegten Zeit ...

 

Dabei hatte ich doch so mitgefiebert bei den großen Demos zur Verteidigung von Kobane, zur Solidarität mit den rebellierenden Iranern gegen das Mullah-Regime und den Protesten gegen die AfD. Doch selbstkritisch musste ich feststellen, dem spontanen Treiben etwas passiv zugeschaut zu haben. In den Losungen gegen die AfD, die Mullahs oder Israel war man sich einig. Doch begnügt man sich damit? Das kann man eigentlich nicht, denn immerhin ist die Organisiertheit dieser Bewegungen noch viel zu schwach, die antiimperialistische Stoßrichtung häufig noch nicht gegen alle Imperialisten gerichtet und der Sozialismus allgemein noch ein zu verschwommener Begriff. Im persönlichen Umfeld erlebt man nach wie vor viel Einfluss der AfD. People to People kann viel dazu beitragen, dass Menschen mit diesem Einfluss fertig werden.

 

Also wurde mir klar: Ich muss meine Arbeit umstellen! Viel Zeit für aufwendige Großaktionen habe ich nicht, da Politik, Arbeit und Leben noch viel anderes zu bieten haben. Doch andersherum wird ein Schuh draus: einfach überall da Agentur sein, wo man sich sowieso aufhält. Eine flache große Kiste mit People-Fahne ausgelegt steht immer bereit und wird flexibel im Handumdrehen bestückt. Manchmal wandert auch nur eine Handvoll Bücher in meinen Rucksack.

 

Und so konnte ich meine Arbeit voranbringen:

 

  • Einer jungen Frau, die sich mit politischen Begriffen aus Veröffentlichungen der MLPD häufig schwertut, verkaufte ich das Atheistische Lexikon für 13,60 €.
  • Das Jugendzentrum Che führte gemeinsam mit Alassa Mfouapon einen Kamerun-Abend durch zur Werbung für die große People-to-People-Reise nach Kamerun im Sommer 2026. Einige junge Teilnehmerinnen und zwei Nachbarn im Vorfeld sind immer wieder von faschistischen Argumenten der AfD beeinflusst. Doch der Bericht über den deutschen Kolonialismus und den heutigen Neokolonialismus in Kamerun sowie der Einblick in Kultur, Arbeit, Leben und nicht zuletzt das leckere Essen und die schöne Kleidung am Abend halfen ihnen, damit besser fertig zu werden. Ein Pfund Kaffee, Armbänder, Fächer und Ohrringe aus Kamerun fanden neue Besitzer. Ein junger Mann kleidete sich außerdem neu ein mit Ruhrgebietskäppi und stabiler Hanftasche von People to People. Ein junger Arbeiter aus Westafrika kaufte antiquarisch das Buch „Der Neokolonialismus und Veränderungen im nationalen Befreiungskampf".
  • Bei der nächsten Gelegenheit kauft ein junger Genosse, der eigentlich immer knapp bei Kasse ist, gleich fünf Broschüren und kleine Bücher: gegen die Revisionisten, von Mao, über die Befreiung der Frau im Sozialismus und eine Broschüre von Marx. „Es ist Monatsanfang, da gönne ich mir mal was!" Er beschwert sich: „Von Lenin hast du gar nichts!"
  • Eine alte Nachbarin, die sich über die Kriege Sorgen machte, kaufte die Dokumentation über die Zimmerwald-Konferenz 2.0.
  • Zum Frauentag hat das People-to-People-Team mir sogar kurzfristig für 140 € auf Rechnung ein schönes Paket vielfältiger Art zusammengestellt.
  • Bei der Kundgebung zum Frauentag verkaufte ich nur ein bisschen Krimskrams, so einen der iranischen Luffa-Schwämme, mit denen persische Mütter ihre Kinder abrubbeln. Ein türkischer älterer Mann kauft die Broschüre über die neuimperialistischen Länder auf Türkisch.
  • Bei einer Veranstaltung zum Frauentag vom Rebell kauft eine junge Arbeiterin das Buch von Gun Kessle über Frauenleben im chinesischen Dorf zu Zeiten Mao Zedongs. Ein Rebell legt sich zwei Keramiktassen aus Südamerika zu und ein anderer das Buch über die Befreiung der Frau im Sozialismus in China.
  • Zwei studierenden iranischen Nachbarn bringe ich einen Stapel Literatur auf Farsi vorbei. Wir können gerade nicht lange diskutieren, aber sie schauen es sich an und ich komme wieder.
  • Beim Frauencafé der Linkspartei stellt sich raus, dass der Schwiegervater der einen Frau lange bei Opel war, und sie fotografiert das Buch „Was bleibt" über die kämpferische Arbeit bei Opel Bochum ab: „Er hat schließlich bald Geburtstag ..."
  • Beim Frauenstreik am 9. März schmeißen zwei Hauptaktivistinnen zusammen und kaufen sich ein Buch „Neue Perspektiven für die Befreiung der Frauen". Zwei Jungs aus der Antifa kaufen jeweils eine Rote Fahne; der eine zahlt dafür 10 €.
  • Im Laden habe ich sechs kurdische und palästinensische Tücher auf Vorrat bestellt, um für die nächste Demo sicher gewappnet zu sein. Dabei ganz wichtig: immer auf Rechnung bestellen, möglichst nicht auf Kommission! Spart viel Bürokratie und Transport.
  • Beim Frauentanz in der Horster Mitte blättern manche Freundinnen zusammen das schöne neue Reiseprogramm von People to People Reisen durch: "Vielleicht fahren wir dieses Jahr mal zusammen weg?"
  • Eine Nachbarin spendete üppig für unseren Flohmarkt. Als Dankeschön brachte ich ihr einen Meter von dem tollen kongolesischen Stoff von People to People mit, worüber sie sich sehr freute. Eine Freundin feierte Einweihungsparty und bekam eines der tollen Olivenöle von People to People. Ein anderes Geburtstagskind kriegte die neue Sonderabfüllung eines der befreundeten People-Winzer.

 

Kein einzelnes Verkaufsergebnis war überragend, doch unspektakulär fast nebenbei kam so doch einiges an Umsatz für people to people zusammen – und jeder der Käufer hatte einen Zugewinn an Bewusstseinsbildung, Horizonterweiterung, Selbstveränderung und Lebensqualität.

 

Wärmstens empfehlen kann ich jedem die neue Homepage von People to People:

https://www.people-to-people.de/

 

Sehr kundenfreundlich, einladend und selbsterklärend. Da sind der Einkauf und die neue Bestellung blitzschnell in wenigen Minuten erledigt.