Rojava / Syrien

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Kobanê immer noch unter schwerer Belagerung und Hunderte werden vermisst

Mit den Angriffen der faschistisch-islamistischen Regierung in Damaskus auf die Gebiete Nordostsyriens im Januar haben diese in Zusammenarbeit mit bewaffneten Gruppen aus der Türkei Straßen in Kobanê gesperrt und eine Blockade um die Stadt errichtet.

Von hodo

In Kobanê leben mittlerweile 600.000 Menschen, weil viele nach den Angriffen auf die kurdischen Gebiete dorthin geflüchtet sind. Kobanê leidet unter gravierenden Engpässen bei Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Treibstoff und medizinischer Versorgung. Die Selbstverwaltung spricht von einer humanitären Krise. Auch die Unterbringung der Geflüchteten stellt eine enorme Herausforderung dar. Krankenhäuser arbeiten unter schwierigen Bedingungen, während humanitäre Hilfslieferungen nur eingeschränkt oder gar nicht in die Stadt gelangen. Die kurdischen Vereine bitten hier um Unterstützung, vor allem durch die Sammlung von Medikamenten.


Die Angriffe der faschistischen Dscholani-Truppen begannen zunächst auf die kurdische Bevölkerung in Teilen Aleppos, dann gingen sie auf Gebiete der demokratischen Föderation Nordostsyriens über. Die Truppen überzogen die Bevölkerung mit Raub, Plünderungen, Entführungen und Hinrichtungen. Gegenwärtig werden 2000 Menschen vermisst. 1070 Menschen sitzen derzeit in syrischen Gefängnissen.


Der Rat der Familien von Gefallenen, Verletzten, Gefangenen und Vermissten hat am 7. März in Kobanê die syrische Übergangsregierung aufgefordert, das Schicksal verschwundener Personen aufzuklären, Gefangene freizulassen und die Leichname der Gefallenen an ihre Familien zu übergeben. Die Erklärung wurde auf dem Platz der freien Frau in Kobanê verlesen. Beteiligte hielten Transparente mit Aufschriften wie „Wir fordern unsere Gefallenen und Vermissten“ sowie „Wir wollen unsere Kinder zurück“.


Die MLPD verurteilt dieses Vorgehen der Dscholani-Regierung aufs entschiedenste!

Sofortige Freilassung aller Gefangenen und Aufklärung des Schicksals der Vermissten!