Sri Lanka

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Kämpferischer Frauentag in Colombo

Mitten in Sri Lankas Hauptstadt Colombo fand eine Protestaktion der Frontline Socialist Party und ihrer Frauenorganisation „Free Women“ statt.

Korrespondenz aus Galle
Kämpferischer Frauentag in Colombo
Bild von der Kundgebung (rf-foto)

Sie richtete sich klar gegen den imperialistischen Krieg im Nahen Osten – von hier aus betrachtet heißt die Region Westasien.


Mit Slogans wie „Unsere Kinder wollen keinen Krieg“ und vielen selbstgemalten Schildern standen ca. 400 Teilnehmer an einer der größten Kreuzungen.


Danach ging es zur Frauentagsveranstaltung der „Free Women“. Die Organisationssekretärin Hemamali Abeyrathna ging darauf ein, dass zwar einige Frauenrechte erkämpft wurden, wie das Recht auf Abtreibung, das Wahlrecht und weitere, was aber längst nicht bedeutet, dass die Frauen schon befreit sind. Die Hausarbeit liegt überwiegend bei den Frauen, sexuelle Belästigung im öffentlichen Nahverkehr ist weit verbreitet und die Arbeiterinnen auf den Teeplantagen und in den Textilfabriken sind doppelt ausgebeutet.


Ein besonderes Problem, wie in vielen Ländern Asiens, sind die Mikrokredite, die einen enormen Druck auf die Frauen ausüben. Über 170 Frauen haben sich deshalb schon das Leben genommen. In weiteren Reden waren revolutionäre Frauen wie Clara Zetkin und Alexandra Kollontai sehr präsent. Ein wunderschönes Tanztheater stellte die sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen plastisch an den Pranger.


Im Grußwort der MLPD wurde auf Errungenschaften der sozialistischen Sowjetunion eingegangen, Grüße von den Frauen aus Deutschland wurden überbracht und der gemeinsame Kampf mit den Männern für die Befreiung der Frau wurde betont. Zwischenapplaus gab es für die Tatsache, dass die MLPD eine Frau als Vorsitzende hat.