Größere Bandbreite
Internationaler Frauentag in Duisburg: Gewerkschaftsfrauen vorne dran
In Duisburg bereitete das Duisburger Frauenbündnis eine kämpferische Kundgebung und Demo vor. Die Teilnehmerzahl war zwar ungefähr gleich zum letzten Jahr, aber die Bandbreite der kämpferischen Frauenbewegung hat zugenommen.
Neu dabei waren kämpferische Frauen der Grünen. Eine Ratsfrau betonte: „Wir brauchen in Duisburg die Einheit der Frauen - nicht die Spaltung!" Neben den hauptsächlichen Trägerinnen aus MLPD, Yeni Kadin, Young Struggle und Courage sprach eine junge Frau der DGB-Jugend. verdi und IG-Metall-Frauen übernahmen aktiv Verantwortung in der Moderation.
Die Kollegin der IG Metall ging auf die Auseinandersetzung im Vorfeld des 8. März ein: „Der 8. März ist kein Feiertag. Er ist ein Kampftag. Ein Tag, der eng mit dem Namen Clara Zetkin verbunden ist. Die Gewerkschafterin und Sozialistin schlug 1910 vor, einen internationalen Frauentag einzuführen – damit Frauen weltweit gemeinsam für ihre Rechte kämpfen können. ... Viele Frauen arbeiten in Teilzeit, nicht weil sie es wollen, sondern weil sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen müssen. Frauen verdienen im Durchschnitt noch immer weniger als Männer. Und auch in der Industrie sind Frauen noch immer unterrepräsentiert – besonders in technischen Berufen und Führungspositionen.
Ich finde gut, dass sich der DGB nach über 100 Jahren dieser Wurzeln besinnt. Dazu gehört auch anzuerkennen und wertzuschätzen, dass Clara Zetkin Solzialistin war. Oft wird ihre Perspektive heute verunglimpft und Frauen, die für den Sozialismus kämpfen, werden unterdrückt. ... Der 8. März erinnert uns daran: Rechte werden nicht geschenkt – sie werden erkämpft. Genau dafür stehen Gewerkschaften. Genau dafür steht die IG Metall. Lasst uns deshalb weiter gemeinsam kämpfen – für Respekt, für Gleichstellung, für gute Arbeit für alle in einer befreiten Gesellschaft."
Am Schluss gab es noch ein bewegendes Interview mit iranischen Frauen. Sie sagten:, „Wir möchten, dass die Stimme der Frauen des Iran sich auch hier erheben". Die Kundgebung bekundete die volle Solidarität für den Kampf um Befreiung: „Jin, Jiyan, Azadî"!