Aus der Kollegenzeitung "Flugzeugbauer"

Aus der Kollegenzeitung "Flugzeugbauer"

Flugzeugbauer sagen Nein zum Krieg!

In der Kollegenzeitung „Flugzeugbauer" nehmen die Kollegen unter der Überschrift "Sofortige Beendigung des faschistischen Kriegs gegen den Iran und die Menschen des mittleren Osten – Kampf dem Faschismus - Flugzeugbauer sagen Nein zum Krieg!" Stellung gegen den Irankrieg von Israel und den USA.

Flugzeugbauer sagen Nein zum Krieg!
Bundesweiter Warnstreik bei Airbus 2021 (rf-foto)

Seit dem 28. Februar tobt ein barbarischer Angriffskrieg der faschistischen Länder USA und Israel gegen den Iran. USA und Israel wollen mit diesem offenen Krieg ihren Einfluss, auch gegen China und Russland, in der Region des mittleren Ostens durchsetzen und erweitern. Ein Sturz des islamisch-faschistischen Mullah-Regimes im Iran ist ihnen nur Mittel zum Zweck. Die Beseitigung des faschistischen Regime im Iran muss Aufgabe des iranischen Volkes sein.

 

Unter Bruch des Völkerrechts wird die Lunte an die Auslösung eines Dritten Weltkrieges gelegt. Hier können Flugzeugbauer nicht schweigen – weder in Deutschland, Frankreich, Spanien – aber auch nicht in den USA bei Boeing. Schon jetzt sind Tausende Tote zu beklagen, eine gewaltige Zerstörung und eine weitere Verschlechterung der eh schon dramatischen Lage der Arbeiter, der Frauen und Jugend im Iran! Gewerkschaften in Griechenland setzen ein wichtiges Signal: Sie organisierten einen 24-Stunden-Streik im Hafen von Piräus unter der Losung "Kein Opfer für Kriege und Profite der Reeder". (…)

 

Flugzeugbauer arbeiten, leben und kämpfen für ein friedliches Zusammenleben der Völker. Wir bauen Flugzeuge für den Transport, für Ferienflüge und die Begegnung der Menschen rund um den Globus – nicht für Kriege und Kriegsmaterial! Umso empörender ist es, dass die Standortleiterin Nawina Walker, Hamburg, auf der Betriebsversammlung im Februar stolz die Beteiligung des Airbus-Konzerns an militärischen Übungen wie „Red Storm Bravo“ im September 2025 propagiert hat. Und schon mal zugesagt hat, dass dies auch für die Militärübung „Red storm Charlie 2026“ gelte. Diese Frau spricht nicht im Namen von uns Flugzeugbauern!

 

Eben mal in eine Kriegswirtschaft eintreten, eben mal das Völkerrecht über Bord werfen, eben mal die Welt an den Abgrund eines Dritten Weltkrieges führen – das ist eine Logik à la Donald Trump, Netanjahu … Aber auch von Friedrich Merz. „Wir stehen auf derselben Seite" schleimt er sich bei der US-Regierung ein. Schon sind Begriffe im Umlauf wie »militärische Defensivmaßnahmen“, mit denen wir auf Kriegskurs gebracht werden sollen.

 

Wir sagen nein! Wir brauchen in unserer Gewerkschaft eine tiefgehende Diskussion darüber, dass die IG Metall wie alle anderen demokratischen Gewerkschaften diesen Kriegskurs ablehnen. In der Satzung unserer IG Metall heißt es, sie „... setzt sich für die Sicherung und den Ausbau des sozialen Rechtsstaates und die weitere Demokratisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung und den Schutz der natürlichen Umwelt zur Sicherung der Existenz der Menschheit ein." (Seite 8).

 

Hafenarbeiter und Seeleute haben es am 6. Februar in 21 Häfen und sechs europäischen Ländern in ihrem Kampf- und Streiktag gezeigt: „Nein zum Krieg!“