Betriebsratswahlen Mercedes-Benz Sindelfingen

Betriebsratswahlen Mercedes-Benz Sindelfingen

Erfolg der IG Metall und der Arbeitereinheit!

Die Betriebsratswahlen 2026 bei Mercedes-Benz Sindelfingen mit seinen ca. 34.000 Beschäftigten (2022 noch 37.000) und 57 (2022 noch 59) zu vergebenden Betriebsratsmandaten waren angesichts der Vernichtungsschlacht unter den Automonopolen besonders umkämpft.

Korrespondenz aus Sindelfingen

"Zentrum", ein faschistischer Verein, der sich als betrieblicher Arm der AfD bundesweit in den Monopolbetrieben ausbreiten will, versuchte seinen Einfluss (bisher zwei Mandate) weiter auszubauen.


Mit übelster Hetze und raffiniert gestalteten – sicher recht teuren – Hochglanzbroschüren versuchten sie, die IG Metall zu bekämpfen. Ein im Januar kurzfristig vor dem TOR 1 angesagter Auftritt von Sachsen-Anhalts AfD-Fraktionsvorsitzendem Ulrich Siegmund und dem baden-württembergischen AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier zusammen mit "Zentrum"-Listenführern zeigte offen deren Zusammenarbeit. Ein zweiter medialer „Kontakt“ von AfD und "Zentrum" zu den Arbeitern sollte mit der Parteivorsitzenden Alice Weidel zum Schichtwechsel am 13. Februar stattfinden. Als aber die Vertrauensleute davon Wind bekamen und sich zu einem spontanen Protest formierten, sagten "Zentrum" / AfD diesen Auftritt in Sindelfingen feige ab – „wegen Sicherheitsbedenken“.


Diesem Erfolg waren wichtige Diskussionen innerhalb der IG Metall vorausgegangen: „Soll man die Arbeiterfeinde von "Zentrum" und AfD ignorieren, "um sie nicht wichtiger zu machen, als sie sind" oder soll man sie offensiv bekämpfen?“


Das Abschneiden von "Zentrum" bei der Betriebsratswahl vom 3. bis 5. März stand dann bei der Auszählung am 6. März besonders im Fokus: Sie konnten zwar ein Mandat hinzugewinnen (1338 Stimmen – jede Einzelne ist eine zu viel!), aber ihr erklärtes Ziel, der Halbierung der IG Metall, wurde ein echter Rohrkrepierer!


Die IG Metall konnte bei Erhöhung der Wahlbeteiligung von 55 Prozent auf 61,5 Prozent trotz insgesamt weniger Betriebsratssitzen ihre 48 Sitze im Betriebsrat verteidigen. Mit den 17.378 Stimmen (80,39 Prozent) hat sich gezeigt, dass die Beschäftigten eine große und starke Gewerkschaft für die kommenden Auseinandersetzungen und in der krisenhaften Situation für sehr wichtig halten. Die Klassensolidarität und der antifaschistische Zusammenhalt rückten in den Diskussionen vor der Wahl immer weiter in den Vordergrund.

 

Das Wahlergebnis ist ein wichtiger Erfolg der Einheitsgewerkschaft: Überparteilich auf antifaschistischer Grundlage ist die Arbeiterklasse stark.


Die Verluste der anderen kleinen Splitterfraktionen von bisher neun auf sechs Plätze: Die CGM bekam nur noch drei Sitze (2022 noch vier) und BASIS hatte sich im Streit um Listenplätze gespalten in MITTE und BASIS und bekamen je nur einen Sitz (2022 noch vier insgesamt), der UNABHÄNGIGE Kandidat behält sein Mandat.


Die IG Metall hat in dem größten Werk von Mercedes-Benz Sindelfingen insgesamt den Versuch der AfD, über "Zentrum" weiter Fuß in den Betrieben zu fassen, mit wichtigen Auseinandersetzungen und einem starken Wahlergebnis deutlich die Rote Karte gezeigt.