Kommunistische Partei (Maoist) Afghanistans zum 8. März
Afghanistan: Internationaler Kampftag für die Rechte der Frauen
Die Kommunistische Partei (Maoist) Afghanistans erklärte zum Internationalen Frauentag:
Die afghanische Frau – die Hälfte des Himmels, ein Sturm gegen die Tyrannei! Der 8. März ist kein Tag für Blumen und dekorative Botschaften; er ist ein Tag, um die Wurzeln der Unterdrückung aufzudecken und historische Standhaftigkeit zu erklären. In Afghanistan, unter dem Stiefel der Reaktion, wurde die Frau nicht nur ihrer Rechte beraubt; sie wurde bewusst in Ketten gelegt.
Warum? Weil das herrschende System weiß, dass die Befreiung der Frau der Beginn des Zusammenbruchs seiner Machtgrundlagen ist. Die Unterdrückung der Frau ist keine individuelle oder kulturelle Frage; sie ist eine tragende Säule einer Ordnung, die auf Unwissenheit, Angst und Unterwerfung aufgebaut ist.
Eine Herrschaft, die sich vor der Bildung von Mädchen fürchtet, fürchtet das Bewusstsein; eine Herrschaft, die Frauen die Arbeit verbietet, hat Angst vor wirtschaftlicher Unabhängigkeit; und eine Herrschaft, die die Stimme der Frau zum Schweigen bringen will, hat Angst vor der Kraft der Geschichte. Doch die Geschichte ist niemals vor der Angst zurückgewichen.
Die afghanische Frau hat über Jahrhunderte auf bäuerlichen Feldern gelitten, in Werkstätten geschuftet und in den Häusern die gesellschaftliche Produktion immer wieder reproduziert. Inmitten von Kriegen und Migration hat sie das Überleben möglich gemacht. Sie war niemals eine Randfigur, sondern das schlagende Herz der Gesellschaft. Heute wird dieselbe zum Schweigen gebrachte Kraft zu einer entscheidenden Kraft des Wandels werden. Sie wollen die Frau in der Dunkelheit halten, denn Dunkelheit ist die Voraussetzung für das Überleben verrotteter feudaler Strukturen und abhängigen Kapitalismus. Sie wissen: Wenn die Frau lernt, wenn sie sich organisiert und wenn sie unabhängig wird, werden die alten Mauern einstürzen. Deshalb schließen sie die Schulen, verbieten die Arbeit und beschränken selbst das Atmen – doch keine Mauer wird dem Bewusstsein standhalten.
Die Häuser müssen zu Bastionen des Wissens werden. Jedes Buch ist eine Waffe und jeder Bildungskreis eine Festung des Widerstands. Jede kleine Genossenschaft ist ein Schlag gegen wirtschaftliche Abhängigkeit, und jede bewusste Frau ist ein Kern der Revolution. Die Befreiung der Frau ist kein Almosen der Macht; sie ist das Ergebnis von Kampf, Organisation und kontinuierlichem Widerstand. Solange die alten Eigentumsverhältnisse, das politische Monopol und patriarchale Strukturen bestehen, wird die Frau in Ketten bleiben. Daher ist der Kampf für die Frau ein Kampf für die grundlegende Umgestaltung der Gesellschaft.
Arbeiterinnen und Bäuerinnen! Ihr seid nicht nur Opfer dieser Ordnung, sondern auch die Kraft, die sie zerschlagen kann. Die Geschichte hat gezeigt, dass sich das Kräfteverhältnis verändert, sobald Frauen organisiert in den Kampf eintreten. Die Zukunft Afghanistans entsteht nicht in den Palästen der Tyrannei, sondern in euren schwieligen Händen und wachen Köpfen. Die Kultur des Schweigens muss gebrochen werden; Angst muss durch Bewusstsein ersetzt werden, Abhängigkeit durch Unabhängigkeit und Passivität durch Organisation.
Der 8. März ist ein Tag der erneuten Verpflichtung: Verpflichtung zum unermüdlichen Kampf, zur Organisation, zum Klassenbewusstsein und zu einer Gesellschaft, in der die Frau nicht der Schatten, sondern die Gestalterin der Geschichte ist. Keine Tyrannei ist ewig, und keine Reaktion ist unbesiegbar. Eine Macht, die die Hälfte der Gesellschaft zum Schweigen bringt, wird früher oder später unter dem Gewicht eben dieser Hälfte zusammenbrechen. Die afghanische Frau trägt die Hälfte des Himmels auf ihren Schultern – und wenn sie sich erhebt, wird auch die Erde beben.
Es lebe die Solidarität der arbeitenden Frauen und Männer!
Es lebe der Kampf für die vollständige Befreiung der Frau!
Nieder mit den unterdrückerischen und reaktionären Strukturen!
Kommunistische Partei (Maoist) Afghanistans