Antifaschismus

Antifaschismus

Weitere Gedanken zur großen Demo in Düsseldorf am 23. Februar

Ein kurzer Bericht zu dieser Demo ist ja bereits auf Rote Fahne News erschienen. Ich möchte nur kurz ergänzen, was mir noch aufgefallen ist:

Von gof

Die Demo zeichnete sich durch eine große Breite aus, quer durch alle Bevölkerungsschichten, jung wie alt, und eine große Bandbreite an Organisationen und Initiativen.


Sie zeigte die Kraft und das Potenzial, die möglich sind, wenn eine antifaschistische Einheitsfront zusammenkommt, die in organisierter Form ja erst noch geschaffen werden muss.


Für die AfD war es eine Klatsche, auch wenn deren Veranstaltung mit Höcke nicht verhindert werden konnte, was ja vor allem an dem massiven Polizeieinsatz lag. Deutlich wurde, wo das Volk mehrheitlich steht - nicht bei der AfD!


Schon im Vorfeld wurde mit einem der vorbereitenden Bündnisse – Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ) – abgeklärt, dass die MLPD mit ihrem offenen Mikro bei der Demo mitgehen wird. "Die erwartete Größe der Demo (5000, es wurden aber 10.000) erlaubte den Einsatz mehrerer Lautsprecherwagen", war die Antwort, und es gab deshalb keinerlei Reibereien. Im Gegenteil, in dem Teil der Demo, in dem sich das offene Mikro der MLPD befand, wurden die Rufparolen lautstark mitgerufen und noch neue dazugefügt, wie zum Beispiel "In Ost und West – nieder mit der Nazipest!". Das war ein wichtiger Beitrag zum kämpferischen Charakter der Demo.


Mittlerweile ist es aus aller Munde zu hören und auf den Plakaten auf der Demo zu lesen: Es gilt, die Ausbreitung des Faschismus und mögliche Regierungsübernahmen zu verhindern, z. B. eine Landesregierung in Thüringen unter dem Faschisten Björn Höcke. Der Begriff Faschismus setzt sich durch anstatt der unscharfen Begriffe "rechtsextrem" oder "rechtsradikal" oder gar nur "extremistisch". Auch das war eine wichtige Entwicklung. In einem Gespräch auf der Demo war der Kollege ziemlich geschockt, als er von dem Kommunalwahlergebnis der AfD im Stadtteil Garath mit 32 Prozent erfuhr.

 

Aber die Wahlbeteiligung lag auch nur bei 41,1 Prozent. Das heißt: Tatsächlich haben 14 bis 15 Prozent der Garather die AfD gewählt, zu viele, aber es relativiert das Ergebnis. Das zeigt, wie wichtig eine massenhafte antifaschistische Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit ist – und der Aufbau einer antifaschistischen Einheitsfront – was auch in Garath auf Resonanz stößt.