Peoples Bridge / ANF

Peoples Bridge / ANF

Sorge um zwei Journalisten in Rojava

Die kurdische Solidaritätsorganisation Peoples Bridge berichtet von zwei in Raqqa verschwundenen Journalisten:

Sorge um zwei Journalisten in Rojava
Eva Maria Michelmann und Ahmed Polat (foto: Peoples Bridge / ANF)

"Wir erhielten am 28. Februar die Nachricht, dass die beiden Journalist:innen Ahmed Polat und Eva Maria Michelmann seit dem 18. Januar 2026 nicht mehr erreichbar sind. Die beiden hielten sich zuletzt in Raqqa auf und ihr Status ist aktuell unklar.


Durch die Angriffe auf die kurdischen Viertel Aleppos seitens der syrischen Übergangsregierung sind seit dem 6. Januar 2026 Hunderte Zivilist:innen, SDF-Angehörige und auch Journalisten verhaftet worden und verschwunden. Für die Freiheit der beiden Genoss:innen wollen wir eine breite Pressearbeit starten ..."

Das macht die Organisation unter anderem mit folgendem Artikel auf der Homepage der kurdischen Agentur ANF (Auszüge):

Eva Maria Michelmann, Jahrgang 1989, arbeitete seit 2022 in Rojava sowie in Nordostsyrien. Sie berichtete unter anderem für die in der westtürkischen Metropole Istanbul ansässige linke Nachrichtenagentur ETHA sowie für Özgür TV über Angriffe auf Städte und Dörfer sowie über gesellschaftliche Entwicklungen im Kontext der Revolution von Rojava. Ahmed Polad ist Autor bei Kurdistana Azad und Moderator bei Özgür TV.

Zuletzt in belagertem Gebäude in Raqqa

Nach Angaben von YRA befanden sich Michelmann und Polad zuletzt gemeinsam mit rund 40 Zivilist:innen in einem Gebäude, das während der Angriffe syrischer Truppen und verschiedener Islamistenmilizen auf die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) belagert wurde. Polad hatte aus dem Inneren des Hauses Videoaufnahmen an ETHA und Özgür TV übermittelt. Darin berichtete er von massiven Gefechten, von aktivierten Schläferzellen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und von anhaltendem Beschuss.

 

Als sich die Kämpfe verschärften, versuchten die Eingeschlossenen, das Gebäude gegen die Angreifer zu verteidigen. Am Abend des 17. Januar sei das Haus von schwer bewaffneten Söldnern vollständig umstellt worden. Es kam zu Gefechten im Inneren. Angaben von ETHA zufolge drangen die Angreifer in das Erdgeschoss ein und setzten ihre Attacken fort. Der Kontakt zu den Journalist:innen brach schließlich aufgrund von Strom- und Internetausfällen ab. ...

 

Hier gibt es den kompletten Artikel