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Palästina muss leben!: Erfahrungen mit Spendensammlungen

Liebe Freunde und Freundinnen von „Palästina muss leben!“ Wir haben in Wolfsburg mehrmals in der Fußgängerzone Spenden gesammelt, informiert und diskutiert. Trotz Kälte haben wir in nur einer Stunde zwischen 80 und 160 Euro erhalten.

Korrespondenz
Palästina muss leben!: Erfahrungen mit Spendensammlungen
Foto von der Gründung von "Palästina muss leben!" (rf-foto)

Einer aus unserer Gruppe hat die Passanten über ein Mikro animiert, stehen zu bleiben und zuzuhören. Es waren keine Kurzreden, sondern direkte Ansprachen, in denen jeweils konkret unser Anliegen im Mittelpunkt stand: „Hallo, bleiben Sie ruhig stehen! Wir sammeln hier für das Krankenhaus Al Awda in Gaza!“ Wichtig war, direkt Vorübergehende anzuschauen und anzusprechen. „Wussten Sie, dass es in Gaza jetzt auch bitterkalt ist? Die Leute müssen in Zelten leben, und auch dort werden sie vom zionistischen Militär trotz Waffenruhe angegriffen. Das Geld, das wir hier sammeln, geht zu 100 Prozent an das Gesundheitsprojekt …“


Manchmal kam der Sprecher auch direkt ins Gespräch. Wer wollte, konnte das Mikro benutzen. Ein Palästinenser berichtete so kurz über die Situation seiner Verwandten im Westjordanland.


Auch wenn kritische Bemerkungen kamen, konnten sie gleich aufgenommen werden. „Erst mal müssen wir hier den Leuten helfen! …“ wurde etwa so beantwortet: „Hier und dort. Die Unterdrückten und Ausgebeuteten in der ganzen Welt müssen sich helfen. Das tut keiner der bürgerlichen Politiker für uns …“


Zur Vertiefung wurden kurz politische Ereignisse mit eingeflochten. „Trumps Friedenskomitee versammelt Superreiche und faschistische Regierungsmitglieder, um Gaza zu einem Paradies für Immobilienhaie zu machen…“ Oder: "Klöckner besucht das faschistische Militär Israels. Ohne auch nur mit einem Palästinenser zu sprechen". Anziehend waren auch eine Wäscheleine mit Bildern des Genozids, Infos über Al-Awda, der Brief des Arztes sowie ein Plakat „Stoppt den Genozid in Gaza!“.


Öfter schickten palästinensische Frauen ihre Kinder mit Geld zur Spendendose. Sofort bedankte sich der Moderator und rief mit dem Kind zusammen: „Free, free Palestine! Freiheit für Palästina!“

 

Ein mitsammelnder Freund aus Afghanistan wurde mit seiner Geschichte einbezogen: „Aus Afghanistan vor Faschisten geflohen, soll er hier im Interesse von deutschen Faschisten zurück in die Arme der Folterknechte geschickt werden?"


Nach jeder Aktion treffen wir uns zur Auswertung. Noch sind wir eine kleine Gruppe, aber jedes Mal stoßen neue Freunde des palästinensischen Befreiungskampfs dazu.