Schweres Bergbauunglück
Ostkongo: Zahlreiche Todesopfer nach Einsturz in Coltan-Mine
Nach einem Erdrutsch in einer Coltan-Mine im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind offenbar mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein. Es ist schon das zweite große Unglück in diesem Jahr in der Coltan-Mine Rubaya.
Bereits vor einem Monat gab es dort einen Erdrutsch, der durch heftige Regenfälle ausgelöst worden war. Auch hier starben mindestens 200 Menschen. Die kongolesischen Behörden bestreiten, dass es dieses Mal so viele Toderopfer gegeben habe. Aber ein Bergarbeiter vor Ort sagte, er habe mitgeholfen, 200 Leichen zu bergen. Die Eigentümer der Minie wollten, so der Kumpel vor Ort, dass die hohe Zahl der Todesopfer nicht bekannt wird. Sie sagten außerdem, diesmal sei nicht ein Erdrutsch der Auslöser des schweren Unglücks gewesen, sondern eine Bombardierung.
Die Demokratische Republik Kongo ist ein wichtiger Lieferant von Coltan. Es enthält das seltene Metall Tantal, das für die Herstellung von Mobiltelefonen, Computern und Flugzeugtriebwerken benötigt wird. Rubaya im Ostkongo gehört zum Staatsgebiet der Demokratischen Republik Kongo. Um das Gebiet und speziell die profitträchtige Mine findet ein erbitterter Kampf zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda statt.
Die MLPD, die mit den Bergarbeitern der Welt eng verbunden ist, trauert mit den Angehörigen um die Todesopfer. Die tatsächlichen Ursachen müssen lückenlos aufgeklärt, die Verantwortlichen bestraft werden.!