Unerbittliche mutige Kämpferin
Martha Alfonso kandidiert in Kolumbien für den Senat
Am heutigen Sonntag, dem 8. März 2026, finden in Kolumbien Wahlen zum Kongress statt, der aus Repräsentantenhaus und Senat besteht. Martha Alfonso tritt im Bündnis Frente Amplio Unitario für den Senat an.
Sie berichtet Rote Fahne News: "Ich vertrete die MODEP (Demokratische Bewegung für die Rechte des Volkes) und bringe eine lange Geschichte des Kampfes ein: als Gewerkschafterin für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter, aktuell steht der Kampf um den Mindestlohn im Vordergrund, den die rechten Parteien abschaffen wollen; ich kämpfe für ein öffentliches Bildungswesen mit besseren Bedingungen für Lehrer und Erzieher, für ein funktionierendes Gesundheitswesen für alle und so weiter."
Martha ist bekannt und beliebt als unbestechliche, solidarische und kämpferische Kollegin in der Führung der Gewerkschaft FECODE (im Erziehungswesen) als Sekretärin für internationale Beziehungen. Martha Alfonso hat in Kolumbien einen Namen als unerbittliche, mutige Streiterin für Menschenrechte und für die Aufarbeitung der Morde an tausenden Aktivisten, der Folter und des Verschwindenlassens. Paramilitärs, oft im Dienste von Großkonzernen und -agrariern und der Drogenmafia, konnten eng mit dem Staatsapparat verbunden ungehemmten Terror verbreiten, besonders unter dem früheren faschistoiden Präsidenten Alvaro Uribe. Martha selbst entging mehrfach knapp Mordanschlägen.
Uribe will im Übrigen wieder zur Wahl antreten! Die jetzigen Kongresswahlen sind ein Vorgefecht für die Präsidentschaftswahlen im Mai. Martha zur Hauptauseinandersetzung: "Die Rechten wollen alle fortschrittlichen Projekte, die unter Präsident Gustavo Petro eingeleitet wurden, wieder rückgängig machen und die Kontrolle wieder gewinnen." Dazu zählen die die Reform des Arbeitsrechts, soziale Maßnahmen und zum Umweltschutz. Bisher blockieren die reaktionären Kräfte im Kongress die Reformen. Mit Martha im Senat bekämen die Massen ein Sprachrohr für ihre Kämpfe.
Aber ihr geht es um mehr. "Wir haben auch ein Bild für ein anderes Kolumbien. Alternativen zum Kapitalismus diskutieren wir mit den Leuten. Wir haben unendlich viele Versammlungen, Treffen mit Arbeitern und Gewerkschaftern und mit Frauen durchgeführt, Stadtteile besucht, mit Schülern und Studenten diskutiert und unsere Propaganda auch im Internet verbreitet. Wir ermutigen die Leute, sich zu organisieren."
Die internationale Lage beschäftigt die Menschen. "Der US-Imperialismus hat sich durch sein Vorgehen, den Völkermord in Gaza, die Entführung in Venezuela, jetzt den Angriff auf Iran noch mehr in Misskredit gebracht unter den Menschen. Petro spricht klare Worte dagegen. Aber die Gefährlichkeit und die Kriegsgefahr in der Welt wird noch unterschätzt." "Wir nutzen die Wahlen und die Wahlkampagne, um mit den Menschen eine breite Diskussion zu führen, ihnen zu helfen, ihre Interessen selbst zu vertreten. All das sind wichtige Auseinandersetzungen, weil es ist notwendig, dass in Kolumbien nicht nur einzelne Verbesserungen durchgeführt werden, sondern grundlegende strukturelle Veränderungen erforderlich sind."
Wir wünschen Martha und allen Freundinnen und Freunden der MODEP und ihren Verbündeten viel Erfolg!