Potsdam
Demo gegen jeden Völkermord
Eine bunte, disziplinierte, kämpferische und vor allem junge Demonstration von ca. 300 Teilnehmern zog am Samstag, den 28. Februar, durch Potsdam: mit Auftaktkundgebung, Zwischenkundgebungen und einer Abschlusskundgebung.
Veranstaltet und mobilisiert wurde die Aktion durch das Netzwerk Potsdam for Palestine. In verschiedenen Redebeiträgen des Netzwerkes selbst, von Young Struggle, Mera25, einer mutigen 16-jährigen Schülerin, sowie der MLPD wurde die Waffenunterstützung der deutschen Regierung für die faschistische israelische Regierung zum Völkermord in Gaza angeprangert.
Außerdem wurde die Tatsache, dass seit der sogenannten Waffenruhe ca. 600 Menschen, auch Kinder, vom israelischen Militär getötet wurden, wurde bekannt gemacht.
Weiter forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufhebung der Blockade lebenswichtiger Güter, wie Lebensmittel und dass internationale Hilfsorganisationen Zugang zum Gazastreifen bekommen. Einige griffen den Kapitalismus als Ursache von Kriegen an und forderten ein sozialistisches Palästina.
Der Redner der MLPD stellte die Kooperation zwischen der revolutionären Weltorganisation ICOR und der Al-Awda-Health-Association zum Aufbau des Al-Awda-Krankenhauses vor und berichtete, dass die ca. 300.000 Euro Spenden für eine Frauenstation und medizinische Soforthilfe verwendet wurden und dass bereits über 100 Brigadistinnen und Brigadisten für den Wiederaufbau des Krankenhauses bereitstehen.
Auch er sprach sich für ein sozialistisches Palästina aus und bekam Beifall für die Positionierung, dass Blockaden von Waffenlieferungen durch Hafenarbeiter genau die richtigen Maßnahmen seien.
Das Netzwerk distanzierte sich klar von jeglichen antisemitischen Äußerungen und Handlungen. Eine kleinere Gegendemo von Israelfreunden wurde von der Polizei von der Demo getrennt.