AUF Gelsenkirchen
Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete - Späte Erkenntnis und fehlende Wertschätzung
AUF Gelsenkirchen veröffentlichte eine Pressmitteilung, in der sich mit den späten Einsichten der Stadt und fehlender Wertschätzung bei den Arbeitsgelegenheiten (AGH) für Geflüchtete auseinander gesetzt wird. Dies unter dem Aspekt, für eine fortschrittliche humane Flüchtlingspolitik in Deutschland einzutreten.
Gelsenkirchen, 06.03.2026
Späte Erkenntnis!
15 von 30 Stellen offen - dass es in Gelsenkirchen nicht gelingt, viele für die Arbeitsgelegenheiten (AGH) für Geflüchtete zu gewinnen, überrascht bei einem Stundenlohn von 80 Cent nicht. Zusammen mit der Androhung von Kürzungen bei Nicht-Teilnahme ist das kein Ausdruck von Wertschätzung.
Seit dem 1.10.2024 gibt es diese Arbeitsgelegenheiten – jetzt nach zwei Jahren kommt man drauf, „Sprachbarrieren mit niederschwelligen Qualifizierungsmaßnahmen abzubauen“?! Da liegt das Kommunikationsproblem wohl tiefer, sich mit diesen Menschen zu verständigen.
Vor allem sind diese Arbeitsgelegenheiten kein wirksames Instrument, um Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Martina Reichmann, sachkundige Einwohnerin für AUF Gelsenkirchen im Ausschuss für Arbeit und Soziales hatte eine Anfrage gestellt, wie es gelungen ist, Teilnehmer/innen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Stadtverwaltung antwortete, dass die Teilnahme an diesen Arbeitsgelegenheiten sozialintegrative Ziele verfolgt und sich nicht an den Anforderungen regulärer Beschäftigungsverhältnisse orientiert.
Die Hindernisse müssen beseitigt werden, dass Flüchtlinge eine reguläre Arbeit aufnehmen können, schnelle Erteilung von Arbeitserlaubnissen! Spracherwerb fördern statt Integrationskurse kürzen! In Qualifizierung und Ausbildung investieren ist der nötige Schritt angesichts des Mangels an Arbeits- und Fachkräften. Studien zeigen, dass viele Flüchtlinge bereit sind, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren und beizutragen. Gemeinsam für eine fortschrittliche humane Flüchtlingspolitik in Deutschland!