Aufruf der ICOR
Am 8. März 2026: Sozialismus statt Barbarei! Stärkt weltweit die revolutionäre Befreiungsbewegung!
Die revolutionäre Weltorganisation ICOR hat unter der Überschrift "Am 8. März 2026: Sozialismus statt Barbarei! Stärkt weltweit die revolutionäre Befreiungsbewegung!" einen Aufruf zum Internationalen Frauentag veröffentlicht. Rote Fahne News dokumentiert ihn.
Der Internationale Frauentag geht zurück auf eine lange Tradition der sozialistischen Frauenbewegung und hat seinen Ursprung in der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910. Auf den 8. März und die mit ihm verbundenen Kämpfe und vor allem revolutionären Situationen gehen historische Errungenschaften zurück: das Frauenwahlrecht, die Einführung des 8-Stunden-Tages, Verankerung von Schutzmaßnahmen für Mütter und Kinder, Gleichberechtigung ehelicher und außerehelicher Kinder, Mindestlöhne und nicht zuletzt die gemeinsamen Kämpfe von Männern und Frauen gegen Faschismus und Krieg.
Rund um den Ersten Weltkrieg ging von den sozialistischen Frauen eine klare Haltung gegen die Kriegspolitik aus. Rosa Luxemburgs Aussage „Sozialismus oder Barbarei“ hat in den letzten Jahren noch an Bedeutung gewonnen. Sozialismus statt Barbarei! Das sollte unser Schlachtruf beim 8. März 2026 sein! Damals wie heute ist die herrschende Politik geprägt von imperialistischer Kriegstreiberei, mutwilliger Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, systematischem Abbau der demokratischen Rechte der Werktätigen, Faschisierung und Militarisierung.
Der Genozid am palästinensischen Volk, die brutale Zerstörung der Errungenschaften von Rojava, Massentötungen und -vertreibungen wie im Sudan oder Kongo, die kaltblütige Ermordung u.a. von schwangeren Flüchtlingsfrauen wie vor Chios/Griechenland oder der US-amerikanische Überfall auf Venezuela sowie verschärfte Aggressionen gegen Kuba zeigen das brutale frauen- und menschenfeindliche Gesicht des Imperialismus. Doch die Menschheit will nicht in der imperialistischen Barbarei untergehen!
Eine antiimperialistische, antifaschistische Bewegung auf der Welt wächst und die Arbeiterklasse beginnt ihre führende Rolle darin einzunehmen. Statt politischer Strömungen, die die Frage der Befreiung der Frau auf den Kampf um bürgerlich-demokratische Gleichberechtigung reduzieren, bauen wir auf dem revolutionären Gedankengut unserer Vorkämpferinnen und Vorkämpfer auf. Entgegen der patriarchalen bürgerlichen Geschichtsschreibung sind es Vorkämpferinnen wie Clara Zetkin und Rosa Luxemburg, Nadeshda Krupskaja, Inessa Armand, Alexandra Kollontai, die sozialistische Frauenbewegung und alle die mutigen Frauen im Kampf um ihre Rechte und Zukunft, die das Rad der Geschichte zur Befreiung der Frau vorantrieben.
Die Herrschenden mit ihrem Antikommunismus, Faschismus, Rassismus und feudalem patriarchalem Denken und Handeln hassen und unterdrücken selbstständig denkende und handelnde Frauen. Wissen sie doch, dass durch die systemimmanente doppelte Ausbeutung und Unterdrückung der Masse der Frauen im Kapitalismus in ihnen ein riesiges Potenzial des systemüberwindenden, revolutionären Kampfes liegt.
Die Krise des imperialistischen Weltsystems führt zu katastrophalen alltäglichen Lebensbedingungen, die die Masse der Frauen mit besonderer Härte zu spüren bekommen: Arbeitslosigkeit, niedrigste Löhne, Abbau hart erkämpfter Sozialleistungen, Armut, Obdachlosigkeit, Hunger, regionale Umweltkatastrophen, verschärfte Gesetze gegen die reproduktiven Rechte der Frauen und vor allem patriarchale Gewalt von häuslicher Brutalität bis hin zum Staatsterror.
Die Verteidigung von Rojava, mit seinen Errungenschaften der Frauenbefreiung ist nicht nur für die Frauen der Welt ein Leuchtfeuer von größter Priorität. So haben sich viele Menschen, unter ihnen viele junge Frauen, aus aller Welt auf den Weg gemacht, die Revolution und die Errungenschaften der Frauen zu verteidigen. Der geflochtene Zopf wurde zu einem Symbol des Frauenwiderstands.
Denn die imperialistische Politik fordert auch den Kampfgeist der Frauen auf der ganzen Welt heraus. In Palästina, in Kurdistan, dem Kongo, Venezuela oder dem Sudan geben sie nicht auf und sind bereit, sich gegen Genozide, grenzenlose Ausbeutung, imperialistische Aggressionen und reaktionäre Kriege zu verteidigen und für ihre Freiheit zu kämpfen. In den USA stehen sie auf gegen faschistischen Terror wie der Trump Regierung und ihren faschistischen Stoßtrupps wie ICE. Im Iran widersetzen sie sich todesmutig blutiger Unterdrückung.*
In den Industriebetrieben der Welt stehen die Arbeiterinnen mittendrin und oft vorne dran im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. In all ihnen steckt die Sehnsucht nach einer befreiten Zukunft. Es ist Aufgabe der ICOR-Parteien, aller Revolutionärinnen und Revolutionäre, dass aus dieser Sehnsucht Bewusstsein, Klarheit und Kampfgeist über den notwendigen organisierten Kampf um Sozialismus und Kommunismus erwächst.
Im November 2025 fand vor dem theoretischen Seminar der Weltfrauen mit lebhafter Beteiligung von 325 Frauen aus 28 Ländern die 2. ICOR Frauenkonferenz mit 73 Frauen aus 14 Ländern statt. Sie kennzeichnet den Aufschwung der revolutionären Frauenbewegung in fruchtbarer Wechselwirkung zur weltweiten kämpferischen Frauenbewegung.
Frauen gegen Krieg, Faschismus und Imperialismus!
- Frauen, organisiert euch in den Reihen revolutionärer Organisationen für den Sozialismus und eure eigene Befreiung! Stärkt die ICOR-Frauen!
- Revolutionäre Parteien und Organisationen - voran im Frauenbefreiungskampf für Sozialismus!