Argument

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Was ist mehr Wert? Ein Soldat oder eine Schulklasse?

Die Bundesregierung behauptet oft, dass sie sich für die Kinder und Jugendlichen einsetzt. Stimmt das? Wenn man sich die Staatsausgaben für Bildung und Militär anschaut, sieht man eher andere Prioritäten.

REBELL Rostock

2023 wurden vom Staat für die Schulen je Schüler 9.800 Euro ausgegeben.¹ Im selben Jahr betrugen die Militärausgaben 58,5 Milliarden Euro². Bei der Bundeswehr sind 263.038 Menschen (181.514 Soldaten und 81.524 zivile Mitarbeiter)³. Das heißt, dass für jeden Menschen, der etwas mit dem Militär zu tun hat, 222.401 Euro ausgegeben wurden. Das ist mehr als das 22-fache, als je Schüler ausgegeben wurde. Man kann sich also vorstellen, dass der Staat für einen Soldaten so viel Geld ausgibt, wie für eine Schulklasse.

 

Während der Staat natürlich alle Kosten für einen Soldaten übernimmt, müssen bei Schülern die Eltern ordentlich beisteuern und werden nur teilweise mit Kindergeld dabei unterstützt. Das Kindergeld ist aktuell 259 Euro im Monat⁴, oder 3.108 Euro im Jahr. Selbst, wenn man das mit einrechnet, bleibt es bei dem 17-fachen für einen Soldaten.

 

Die Militärausgaben sind seit 2023 auch massiv angestiegen. 2026 sind es 108 Milliarden Euro⁵. Fast doppelt so viel! Die Anzahl der Soldaten ist bisher annähernd gleich geblieben. Während der Staat also das Militär mit dem neuesten Hightech-Kram ausrüstet, werden die Schüler mit dem Mindesten abgespeist. Das ist also auch ein Grund für den Schulstreik gegen Wehrpflicht!