Truckenthal
Vier Jahre Ukraine-Krieg: Protestkundgebung am Lenin-Denkmal im Ferienpark Thüringer Wald
Am Jahrestag des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine fand in unserer Ferienanlage im Thüringer Wald eine Kundgebung von Kolleginnen, Kollegen und Genossinnen und Genossen zur Beendigung dieses verbrecherischen Krieges statt.
Besonders eindrucksvoll ist die Situation vor Ort: In unserer Unterkunft leben und arbeiten Ukrainer, Afghanen, Polen, Deutsche usw. gemeinsam. Viele sind vor dem Krieg geflohen und haben hier eine neue, wenn auch nur vorübergehende Heimat gefunden. Ihr gemeinsames Leben zeigt, dass nicht die Völker untereinander Gegner sind, sondern die imperialistischen Machtinteressen, die diesen Krieg hervorgebracht haben.
Mit bewegenden Worten schilderte der 88-jährige Oleg, dass dies bereits der zweite Krieg in seinem Leben ist. Seine Worte machten deutlich, welche tiefen Wunden Krieg über Generationen hinweg hinterlässt. Große Sorge äußerte er hinsichtlich des Atomkraftwerks von Tschernobyl. Eine Beschädigung durch Bomben oder Granaten könnte eine nukleare Katastrophe ungeahnten Ausmaßes auslösen. Er hofft, dass es 40 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl nicht dazu kommt.
Mehrere Redner betonten die Dringlichkeit eines sofortigen Waffenstillstands und eines Friedensschlusses. Zugleich wurde hervorgehoben, dass die Großmächte keinen gerechten Frieden im Sinne der Volksmassen im Auge haben.
Die Kundgebung fand nicht zufällig am Lenin-Denkmal statt. Lenin beendete nicht nur die Beteiligung Russlands am Ersten Weltkrieg, sondern zeigte auch den grundsätzlichen Ausweg aus imperialistischen Kriegen auf: Die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt entziehen den Kriegen ihre Wurzel und werden dauerhaften Frieden zwischen den Völkern gewährleisten.
Die Demonstration setzte ein starkes Zeichen: Für Frieden, internationale Solidarität und eine Zukunft ohne Krieg.