Stuttgart
Tribunal: Lernen aus dem Niedergang von Detroit - Wir stehen auf für unsere Zukunft!
Die Stuttgarter Gruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung (IAC) veranstaltet am Freitag, dem 6. März, im Arbeiterbildungszentrum Süd in Stuttgart-Untertürkheim ein Tribunal gegen die Angriffe auf unsere Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Kommunal- und Umweltpolitik und den Kriegskurs durch Mercedes, Porsche, Bosch, Audi und Co.
Wir klagen an und beweisen dies durch Zeugen, dass die Autokonzerne in der ganzen Region Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bestimmen und in den Niedergang führen. Damit Arbeiter, Frauen, Jugend, breite Schichten in die Offensive kommen, muss die Meinungsführerschaft errungen werden, was zu tun ist.
Werde Zeuge und stütze die Anklagepunkte!
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1. Wir klagen an:
Daimler, Porsche, Bosch, Audi & Co. bauen hier ab und ziehen nach China und USA in einer gegenseitigen Vernichtungsschlacht um die weltmarktbeherrschende Stellung.
Källenius von Mercedes/Daimler gibt die Richtung vor: Wir sollen „chinesischer werden.“ Die Herren der Autokonzerne verkleiden ihre Krisenabwälzung als „Transformation und notwendige Anpassung der Strukturen“. Alles, um eine Entfaltung der Kämpfe der Automobiler aufzuhalten. Wir Menschen in der Region verteidigen soziale Errungenschaften, Gesundheitswesen, Bildung und Kultur gegen die Abwälzung von Krisenlasten. Wir wehren uns gegen die Umverteilungspolitik. Sparhaushalte für die Massen und Milliarden für Monopole bei Großprojekten wie S 21, „Sondervermögen“ für Kriegsrüstung. Steuerbefreiungen Subventionen, billigen Industriestrom und bei uns steigende Preise, Abgaben, Gebühren. Das haben wir satt!
2. Wir klagen an:
Autokonzerne bauen in Ländern mit faschistischen Regierungen aus, beteiligen sich an der Kriegsrüstung für einen Weltkrieg und greifen gewerkschaftliche Rechte und Menschenrechte an. Von der dritten Automobilarbeiterkonferenz in Indien/Pune 2025 geht der Impuls aus, das Selbstbewusstsein und die Aktivität der internationalen Automobilarbeiter zu stärken im Kampf gegen Faschismus, Krieg und Umweltkatastrophe. Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter. Diese Wehrpflicht ist kein Ausweg für die Jugend, ebensowenig die Aufrüstung für einen Weltkrieg. Automobilarbeiter und ihre Jugend solidarisieren sich mit Arbeiterprotesten und Blockaden gegen Waffenlieferungen zum Völkermord. Freiheit für Palästina - eine Massenbewegung und die Neuformierung der Palästinenser erreichte den Waffenstillstand. Dieser muss weiter gesichert werden.
3. Wir klagen an:
Die Diktatur der Monopole, die uns in den Niedergang führt. Die Autokonzerne kehren zurück zur fossilen Verbrennung, bis zur offenen Leugnung der begonnenen globalen Umweltkatastrophe. Das haben sie aus dem kriminellen Abgasbetrug gelernt. Der Fortschritt kommt von den Menschen, insbesondere den Arbeiterinnen und Arbeitern und ihrer Jugend im gesellschaftsverändernden Kampf. Wir sind offen für neue Schlussfolgerungen, für die Alternative Sozialismus. Wir wollen mit dem Tribunal dazu beitragen, auch mit Illusionen fertig werden, dass die existenziellen Krisen des Kapitalismus gemeinsam mit den Konzernführungen gelöst werden können. Der zersetzende Einfluss der völkisch-faschistischen AfD mit ihrem Vorfeld Zentrum spaltet die Arbeiter und verteufelt den Sozialismus. Heuchlerisch täuschen sie die Sorge um den Arbeitsplatz vor. Doch sie haken sich bei der Konzernführung unter und wollen die IG Metall halbieren. Sie machen den Umweltschutz mit dem Verbrenner-Aus zum Sündenbock. Die Fähigkeiten der Industriearbeiter werden gesellschaftlich gebraucht, gerade um die Umweltkatastrophe zu stoppen. Für konsequente antifaschistische Aufklärung als Gewerkschafter.
4. Wir fällen ein gemeinsames Urteil und ziehen die Konsequenzen
Mach mit in der organisierten Bewegung der internationalen Automobilarbeiter! Für Kämpferische Gewerkschaftsarbeit und Volkswiderstand! Für die Organisierung der Jugend in der internationalen Solidaritätsbewegung Stopp den Völkermord in Gaza, für Freiheit für Palästina, für Rojava, Venezuela …
Das Tribunal findet am 6. März 2026 um 17 Uhr im Arbeiterbildungszentrum, Bruckwiesenweg 10, Stuttgart-Untertürkheim statt. Einlass ab 16.30 Uhr. Für Essen ist gesorgt. Spenden erbeten.
Weitere Informationen und Anmeldung von Mitarbeit und Beiträgen:
Stuttgarter Gruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination
Kontakt: richard.heberle@arcor.de
Der Aufruf zum Tribunal im pdf-Format