Auszüge aus der iranischen Zeitung Zameneh
Neue Proteste im Iran
Die fortschrittliche „linke“ iranische Zeitung Zameneh, berichtet regelmässig mit Quellen aus Kurdistan und Iran über Bewegungen und Aufstände und weiteren Entwicklungen. Sie informiert über neue Proteste im Iran. Wir dokumentieren Auszüge daraus:
Verschiedene regimefeindliche Parolen, darunter „Tod dem Diktator“ und „Es lebe die Freiheit der Iranischen Republik“ in Teheran sowie Parolen gegen den Führer der Islamischen Republik in Maschhad, verdeutlichen erneut die tiefe Kluft zwischen Demonstranten und Regierung.
Gleichzeitig gab die Sharif-Universität für Technologie bekannt, dass protestierenden Studierenden der Zutritt verweigert werde und der Vizepräsident für Kulturangelegenheiten der Universität Teheran bestätigte die Festnahme mehrerer Studierender während der Proteste im Januar.
Am 20. Februar, dem zweiten Tag nach der Wiedereröffnung der Universitäten, fanden an den Universitäten von Teheran und Maschhad große Versammlungen zum Gedenken an die Opfer der landesweiten Proteste vom Januar statt. Diese Proteste, begleitet von regierungsfeindlichen Parolen, führten auch zu Zusammenstößen mit Basij-Milizen und Regierungsanhängern.
Amirkabir University of Technology (Polytechnic)
Studierende versammelten sich auf dem Universitätsgelände und in den umliegenden Straßen und skandierten Parolen wie „Tod dem Diktator“, „Freiheit, Freiheit, Freiheit“ und „Habt keine Angst, habt keine Angst, wir halten zusammen“. Es kam zu Zusammenstößen mit Basij-Milizen, bei denen die Studierenden Widerstand leisteten. Die Versammlung war Teil eines größeren Protests, und Videos davon wurden in den Medien veröffentlicht.
Universität Teheran
Vor der Zentralbibliothek versammelten sich Studierende und skandierten Parolen wie „Tod dem Diktator“ und „Wir haben Märtyrer geopfert, damit wir keine Kompromisse eingehen“. Die Proteste begannen am Morgen und waren Teil einer Gedenkveranstaltung für die Toten. Ein besonders auffälliges Merkmal des zweiten Tages der Studentenproteste war die starke Präsenz republikanischer Studenten und deren Distanzierung von der Monarchie. Eine Gruppe von Studenten der Universität Teheran skandierte am Sonntag, dem 2. März, bei ihrer Kundgebung den Slogan „Es lebe die Freiheit der Iranischen Republik!“.
Shahid-Beheshti-Universität
Als Zeichen der Trauer versammelten sich die Studenten in Schwarz und skandierten Parolen wie „Dies ist die letzte Botschaft Pahlavis, wir werden zurückkehren“ und „Wir schwören beim Blut unserer Kameraden, wir werden bis zum Ende ausharren“. Bei dieser Versammlung kam es auch zu kleineren Auseinandersetzungen. Ein besonders auffälliges Merkmal des zweiten Tages der Studentenproteste war die starke Präsenz republikanischer Studenten und deren Distanzierung von der Monarchie.
Medizinische Universitäten Teheran
Es liegen Berichte über Versammlungen an medizinischen Universitäten vor. Studenten der medizinischen Universitäten Teherans skandierten ebenfalls regierungsfeindliche Parolen und erwiesen den Toten die Ehre.