Kreativ und bissig vor der Betriebsratswahl
Faschisten haben im Betrieb und im Betriebsrat nichts verloren
Heiße Wahlkampfphase: Im März ist Betriebsratswahl. Plakate, Banner, Flyer, Aufkleber in allen Abteilungen, an Masten, Zäunen, in Treppenaufgängen. Sogar auf dem WC‑Deckel. Außer der IG Metall und der „andere Liste“ (Abklatsch einer gleichnamigen Vereinigung aus Wolfsburg) kandidiert das faschistische ZENTRUM. Zur Tarnung nennen sie sich bei VW Zwickau „Bündnis Freie Betriebsräte“ (BfB). Sie treten mit 25 Kandidaten an – ein vermutlich kleiner, aber harter Kern besteht aus AfD-Kadern und Faschisten.
Markenzeichen ist flexible, modern-faschistische Demagogie: Für-Verbrenner-Aus-Aus, aber scheinheilig doch pro E-Autos, um die Belegschaft nicht zu verprellen. „Alles für die Arbeiter!“, aber dann doch das Unternehmen „… mal machen lassen“. Scheinbar nichts gegen Gewerkschaften haben, aber permanent gegen die IG Metall hetzen. Unabhängig und ‚ideologiefrei‘, riechen aber aus allen Poren nach AfD. Über Diskriminierung jammern und dabei selbst rassistische Remigrationspläne teilen. Probleme im Betrieb aufspüren, um sie dann anderen in die Schuhe zu schieben. Vor „Ökosozialismus“ der Bundesregierung warnen und befürworten, dass Umweltschutzmaßnahmen gekillt werden.
Genau das macht aber die Regierung im Augenblick, wenn auch etwa geschickter. Und was die Regierung als Dienstleister der Monopole mit dem Sozialismus zu tun haben soll, bleibt Geheimnis der BFB. Damit entlarven sie den Antikommunismus als ihre DNA. Die verdeckte Agenda der modernen Faschisten erschließt sich nicht von selbst. Gegen die akute faschistische Gefahr ist deshalb eine intensive, bewusstseinsbildende Arbeit zum Aufbau einer antifaschistischen Kampfeinheit das Gebot der Stunde.
Im Betrieb haben Kolleginnen und Kollegen begonnen, das BfB aufs Korn zu nehmen. Besonders ihre Doppelmoral und ihr offensichtlicher Egoismus sind Gegenstand. Aus der Abkürzung BfB wird so wahlweise „Bündnis feiger, faschistischer, fauler oder fragwürdiger“ Betriebsräte. In der Montage geht ein anonymer Flyer herum, in dem das BfB als „Rattenfänger von Hameln“ karikiert wird. Neben den Plakaten von Kandidaten tauchen von unsichtbarer Hand Kommentare auf wie „Ich gehöre zu denen, denen die IG Metall schon mehrfach den Arsch gerettet hat!“ oder „Ich kandidiere, weil ich echt keinen Bock auf Arbeit habe …“.
Im März wird gewählt. Kurze, wertvolle Zeit, um mit vielen Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren und die Losung auszugeben: Faschisten haben weder im Betrieb noch im Betriebsrat was verloren – keine Stimme für das BfB!! Wie läuft es in anderen Betrieben? Schickt Erfahrungsberichte an die Rote Fahne Redaktion!