Erfolgreiche Veranstaltung in Nürnberg

Erfolgreiche Veranstaltung in Nürnberg

Moderne Faschisten in Betrieben und Gewerkschaften verhindern!

Knapp 70 Teilnehmer kamen zur gemeinsamen Veranstaltung von DIDF-Nürnberg und der „International Automotive Workers Coordination“ (IAC)-Trägergruppe unter dem Titel „Wie moderne Faschisten versuchen die Gewerkschaften zu zerschlagen und wie wir das verhindern“. Sowohl Kollegen aus mehreren Nürnberger und Erlanger Betrieben und Gewerkschaften, vor allem IG Metall und ver.di, als auch Vertreter von verschiedenen Organisationen und Bewegungen waren dabei.

Korrespondenz IAC – Trägergruppe Nürnberg

Auch in antifaschistischen Kreisen, wie „Omas gegen Rechts“ oder im „Bündnis-Nazistopp“, wurde für die Veranstaltung geworben.

 

Nach einem kurzen Intro des befreundeten Liedermachers „Johnny“ und der Vorstellung von IAC und DIDF startete der spannende Vortrag der Kollegen aus Stuttgart. Gespannt lauschten die Zuhörer zur Geschichte der Entstehung von "Zentrum", einer faschistische Betriebsgruppe „Zentrum“ mit einem Netzwerk und Verbindung zur AfD und den wichtigen Erfahrungen mit der Auseinandersetzung darum im Betrieb. Der fundierte Vortrag legt anschaulich die Rolle und Gefahr des Faschismus und wie er seine Methoden zu einem modernen Faschismus weiterentwickelt hat dar.

 

Aus der anschließenden lebhaften Diskussion zogen wir Schlussfolgerungen:

 

  • Auch wenn die meisten Arbeiter kein Abitur haben, sind sie nicht dumm und müssen nicht „geschockt“ werden. Dass einige Kollegen sich von der faschistischen Demagogie beeinflussen lassen, liegt vor allem daran, dass diese an der großen Unzufriedenheit unter den Kollegen ansetzt und dann auf die Mühlen der modernen Faschisten lenkt. Wenn wir richtig arbeiten, überzeugend argumentieren, ist ihr Denken aber auch veränderbar!
  • Wir müssen unterscheiden zwischen richtigen Vertretern der modernen faschistischen Ideologie sowie offenen Faschisten und Kollegen, die von ihr beeinflusst sind. Mit den führenden Vertretern darf es keinen Handschlag geben und sie müssen isoliert werden. Dafür ist Überzeugungsarbeit, inhaltliche Aufklärung und Organisiertheit notwendig.
  • Gerade deshalb brauchen wir eine positive Gewerkschaftsarbeit, in der wir berechtigte Kritiken von Kollegen, zum Beispiel an faulen Kompromissen, aufgreifen und sie dafür gewinnen, selbst aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen, die Gewerkschaften zu Kampforganisationen zu machen. Wir werben aktiv dafür, Mitglied in den Gewerkschaften zu werden!

 

Die Veranstaltung lieferte wichtige Impulse und Anstöße, die Auseinandersetzung weiter zu treiben, besonders um die Frage, wie wir in diesen komplizierten Zeiten zusammen arbeiten müssen. Etliche Broschüren zur Auseinandersetzung und Kampf gegen "Zentrum Automobil" wechselten zum Ende der Veranstaltung den Besitzer und 130 € wurden für die Finanzierung der Veranstaltung gespendet.

 

Nach gut 2 Stunden ging die Veranstaltung in ein gemeinsames gemütliches und leckeres Essen über, wo noch viele Gespräche stattfanden und Kontakte geknüpft wurden. Ein rundum gelungener Nachmittag!