Höckes Rundreise stößt auf breiten Widerstand
NRW-AfD auf faschistischem Höcke-Kurs?
Zur Zeit reist der Faschist Björn Höcke durch NRW. Das geschieht nicht ohne Absicht. Am 7./8. März findet der Landesparteitag der AfD in Marl statt. Dort will der faschistische Höcke-Flügel den in ihren Augen schwachen Landesvorsitzenden Martin Vincentz ablösen.
Kopf ist der Faschist Matthias Helferich („das freundliche Gesicht des NS“), der mit Faschisten wie dem Bundestagsabgeordneten Christian Zaum den NRW-Landesverband auf stramme Höcke-Linie bringen will. Zaum bezeichnet sich als „zweitgefährlichsten Geschichtslehrer Deutschlands“ nach Björn Höcke. Nach dem Besuch des Neujahrsempfangs der AfD am Sonntag in Dortmund besuchte Höcke am Montag Düsseldorf. Wie in Dortmund gingen auch in Düsseldorf tausende Antifaschisten auf die Straße. In Dortmund waren es 3500, in Düsseldorf 10000.
Den Neujahrsempfang in Dortmund nutzten Höcke und seine faschistischen Kumpane, um die 250 Gäste auf ihre völkische Ideologie einzuschwören. So propagierte Höcke den „preußischen Dienstethos“ und forderte die Rückbesinnung auf das Motto: „Selten auftreten, viel leisten, mehr sein als Schein“. Ein vergeblicher Versuch einer Abgrenzung von den immer weiter um sich greifenden Enthüllungen über Vetternwirtschaft innerhalb der AfD. Unverhüllt propagierte Höcke das faschistische Führerprinzip. Denn was ist es anders, wenn er eine „Regeneration der Elite“ durch „schöpferische Minderheiten“ fordert, die bereit seien, asketische Tugenden vorbildhaft zu verwirklichen.
Übel war die Hetze auf Migranten, die der Fraktionschef Heiner Garbe für die angeblich katastrophale Sicherheitslage in Dortmund verantwortlich machte. Matthias Helferich hielt eine aggressive Rede. So forderte er eine „Abkehr von jeder Form der Mäßigung“. Der in seinen Augen politischen Linken warf er vor, durch „kulturelle Hegemonie“ den Deutschen das „moralische Rückgrat“ gebrochen und ihnen ihren Selbstbehauptungswillen geraubt zu haben.
Welche Deutsche meint Helferich? Die Arbeiterklasse, die Handwerker, die Monopolherren mit ihrer großen Schar von Dienstleistern? Also die MLPD hat mit ihrer jahrelangen Kleinarbeit entscheidend dazu beigetragen, dass das Klassenbewusstsein vor allem im internationalen Industrieproletariat gewachsen ist und sich gestärkt hat. Was im Augenblick das größte Hindernis für den Übergang zur Arbeiteroffensive auf breiter Front ist, das ist der Einfluss der kleinbürgerlich-faschistischen Denkweise. Und die Politik und Ziele der AfD zu Ende gedacht: Es ist der Faschismus, der mit seiner offen terroristischen Herrschaft darauf abzielt, der Arbeiterklasse „moralisch das Rückgrat zu brechen“.
Dem Hitlerfaschismus sind Zehntausende Revolutionäre zum Opfer gefallen. Doch trotz Mord und Folter konnte der Faschismus die revolutionäre Glut nicht austreten. Gegen eine Erinnerungspolitik, die nur „Sünde und Schuld“ kenne, fordert Helferich: „Besuchen wir in diesem Jahr die Wirkungsstätten unserer Ahnen." So wie der Besuch der Externsteine von Höcke am Sonntag Vormittag? Eigentlich wollte Höcke das Hermanns-Denkmal in Detmold besuchen. Weil ihn dort aber ein paar Hundert Demonstranten erwarteten, wich er an die Externsteine aus. Sowohl das Hermannsdenkmal als auch die Externsteine waren während des Hitler-Faschismus Denkmale der nationalen, völkischen Identität. Faschisten von heute setzen diese Tradition fort.
Helferich forderte in seiner Rede eine „rechte Kulturpolitik“, also Verbreitung des faschistischen Gedankenguts, Verankerung der kleinbürgerlich-faschistischen Denkweise unter den Massen und eine Beseitigung und Unterdrückung aller bisherigen kulturellen Errungenschaften der Menschheit, wie das Trump im Augenblick in den USA vormacht.
Dann lässt Helferich die Katze aus dem Sack. Eine „echte Wende“ im Sinne der Faschisten kann es seiner Ansicht nach nur durch „Authenzität“ und den „Willen zur Remigration“ geben. Wobei „Mäßigung im Streben nach Gerechtigkeit keine Tugend sei.“ Übersetzt ist dies nichts anderes als die Aufforderung, jede Zurückhaltung bei der Deportation von Migranten fallen zu lassen. Und dieses menschenverachtende Verbrechen soll auch noch ein Akt der Gerechtigkeit sein! Hier kommt das ganze verkommene und menschenverachtende Wesen des Faschismus zum Vorschein! Wobei sich der Kulturkampf nicht nur gegen „fremde Kulturen“ richtet, sondern vor allem gegen alles, was nach Ansicht der AfD „links“ ist.
Die Reden des Faschisten Höcke und seiner Anhänger beim Neujahrsempfang der AfD in Dortmund und in Düsseldorf sind ein Lehrstück für den Charakter der AfD als Wegbereiter des Faschismus. Und es unterstreicht, dass die antifaschistische Kampfeinheit eine dringende Tagesaufgabe von strategischer Bedeutung ist. Gib Antikommunismus keine Chance!