Nigeria
47 Bergleute sterben bei Unglück Kampanin Zurak
Im nigerianischen Bundesstaat Plateau hat sich ein schweres Grubenunglück ereignet: 47 Bergleute kamen in den Stollen der Mine Kampanin Zurak durch eine Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben.
Kampanin Zurak ist eine alte Bleimine im Zentrum des westafrikanischen Landes, in der schon seit Jahrzehnten Mineralien wie Blei, Zink, Zinn und Tantal gefördert werden. Diese Mine sollte bereits 2017 geschlossen werden. Der Hintergrund: Massive Beschwerden von Anwohnern, unter anderem über Umweltschäden und die Verseuchung des Grundwassers. Trotz der behördlichen Anordnung wurde das Betriebsverbot jedoch nie konsequent umgesetzt. Die Mine wurde durch den chinesischen Betreiber weitergeführt. Sie wird von der Bergbaugesellschaft Solid Mine betrieben. Deren Eigentümer ist der Unternehmer Alhaji Abdullahi Usman, bekannt unter dem Namen „Dan China“.
In den engen, schlecht belüfteten Gängen hatte sich giftiges Kohlenmonoxid angesammelt – ein farb- und geruchloses Gas, das schon in geringen Mengen tödlich wirken kann. Warum gab es dort keine Sicherheitsstandards? Warum mussten die Bergleute sterben?
In vielen Regionen Nigerias ist der Abbau von Mineralien für zahlreiche Bergarbeiter eine der wenigen Einkommensquellen. Sie werden als „illegale“ Arbeiter bezeichnet. Es gibt aber keine illegalen Arbeiter, nirgendwo in der Welt!
Illegal war es dagegen, die Mine weiter zu betreiben, um afrikanische Arbeiter und die Erde auszubeuten! „Dan China“ wurde damals sogar zur Fahndung ausgeschrieben. Nachdem Behörden 2017 Ermittlungen gegen ihn eingeleitet hatten, verklagte er die nigerianische Regierung. Das Verfahren wurde später fallengelassen – ein Vorgang, der bis heute nicht aufgeklärt ist.
Die Verursacher gehören bestraft! Die nigerianischen Bergarbeiter brauchen sichere Arbeitsplätze!
Unsere Solidarität und Mitgefühl gelten den Bergarbeitern und ihren trauernden Angehörigen!
Die nigerianische Regierung und der Bergbaubetreiber Solid Mine tragen die Verantwortung!