MLPD Essen

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Verallia will Werk in Essen schließen!

Nach unendlicher Hinhaltetaktik wurde heute bekannt: »Zu den geplanten Maßnahmen gehören …: Die Schließung eines Standortes in Deutschland (Essen)«. (MarketScreener, 17.2.2026). Zwar wurde kurzfristig für Mittwoch, 12.00 Uhr eine Betriebsversammlung anberaumt, aber bevor die Geschäftsleitung die Arbeiterinnen und Arbeiter informiert, wurde schon die Presse benachrichtigt.

Solidaritätserklärung der MLPD Essen, 18.2.2026
Verallia will Werk in Essen schließen!
Grafik: RF-News

Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!

Die MLPD Essen spricht allen Arbeiterinnen und Arbeitern, Azubis und Angestellten sowie ihren Familien die volle Solidarität aus! Das gilt auch den Arbeitern in Frankreich, wo 60 aufgrund einer Wannenschließung ihre Arbeit verlieren sollen (ntv, 17.2.26). Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die Kapitalisten haben mehr Angst vor Arbeiterkämpfen, als vor allem anderen. Zumal die Arbeiter bei Verallia nicht alleine stehen. Auch bei ThyssenKrupp und HKM in Duisburg, in der Autoindustrie und vielen anderen Betrieben soll es Massenentlassungen geben. Die Solidarität des ganzen Ruhrpotts ist kämpfenden Arbeitern sicher! Was für ein unsinniges Argument, es gäbe eine „weniger dynamische Nachfrage“, weil der Alkoholkonsum seit 2019 um 4% zurückging. Alle Welt redet von Umweltschutz, aber Wasser, Cola und Energiedrinks soll man nicht in recycelbaren Glasflaschen herstellen können? Der Kapitalismus pervertiert die industrielle Produktion:

 

Nur noch maximale Profite zählen, und wenn das durch Verlagerung, Rüstungsproduktion, Kriegswirtschaft oder Zocken an der Börse geht, stößt man sinnvolle Produktion ab. In dieser Vernichtungsschlacht überleben nur die Monopole, die am rücksichtslosesten ihre Arbeiter und die Natur ausbeuten. Sich dieser Logik unterzuordnen führt zu der Spirale nach unten, die wir gerade erleben.

 

Die Verallia-Belegschaft steht vor mutigen Entscheidungen. Streik war in vielen ähnlichen Situationen die einzig wirksame Antwort. Das ist die einzige Kampfform, die Kapitalisten aufhorchen lässt und richtig wehtut. Werke wie Opel Bochum oder HSP Dortmund blieben nach konsequenten Streiks noch jahrelang bestehen. Sozialpläne leiten nur einen schmerzhaften Prozess zur Vernichtung der Arbeitsplätze ein. Forderungen könnten sein:

 

  • Kampf um jeden Arbeitsplatz. Keine Kollegin, kein Kollege soll arbeitslos werden!
  • Erhalt aller Ausbildungsplätze. Wo sollen die Azubis sonst weiter lernen?
  • Politischer Kampf für Glasflaschen statt Plastikverpackungen!
  • konzernweiter Kampf, statt sich spalten zu lassen!