Rosenmontagszug
Köln: Politischer Rosenmontag – kaltes Wetter tat Stimmung keinen Abbruch
Der Rosenmontagszug in Köln war dieses Mal etwas politischer als bisher gewohnt. Vermutlich nicht nur als Antwort auf den satirischen Biss des Düsseldorfer Wagenbauers Jaques Tilly, sondern auch auf die wachsende Politisierung der Menschen insgesamt.
Ein Motivwagen kritisierte die Unterwürfigkeit der meisten westlichen Politiker unter US-Präsident Donald Trump, dessen hochgestrecktes Hinterteil mit Bützchen der EU, der NATO und so weiter geschmückt war. Ein weiterer zeigte eine blaue AfD-Schlange, die einen deutschen Michel hypnotisiert. Ayatollah Chamenei wurde als menschenfressendes Monster persifliert, davor Demonstranten mit Schildern "Freiheit für Iran". Frech, aber alles andere als treffend: der Wagen, mit den sich gegenseitig marternden Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil im Domina-Studio. Immer wieder gab es auch Solidaritätsbekundungen mit Jacques Tilly gegen seine Strafverfolgung durch das Putin-Regime.
Das kalte und verregnete Wetter tat der Stimmung der Feiernden keinen Abbruch. Und so verfolgten wieder Hunderttausende am Rand die 21 Persiflage-Wagen, 74 Festwagen, 60 Kapellen und 11.500 Zugeteilnehmer. Auch wir von der MLPD ließen uns das nach unserer Karnevalsfeier am Samstag gemeinsam mit Freunden und Nachbarn selbstverständlich nicht nehmen.
Auch das bereits am Vortag vorgestellte Motto für den nächsten Rosenmontagszug bietet viele Möglichkeiten für sinnvolle Interpretation: " Morje es, wat do drus mähs!" (Morgen ist, was du draus machst.)