Mercedes
Das faschistische „Zentrum“ – der „Gamechanger“?
Die faschistische Betriebsgruppe „Zentrum“ bietet sich in ihrem Programm zu den diesjährigen Betriebsratswahlen im Mercedes-Werk Untertürkheim als „Gamechanger“ an. Ein „Gamechanger“, das ist laut Duden ein „Spielveränderer“. Fragt sich, mit wessen Regeln das „Zentrum“ wessen „Spiel“ es spielt und verändern will.
Auf Seite 3 seiner Broschüre „Wählt die Gamechanger“ setzt das „Zentrum“ wie gewohnt an berechtigter Angst der Kollegen und Kolleginnen um ihre Arbeitsplätze an. Und wie gewohnt bleibt das Automobilmonopol Mercedes als Verursacher laufender und geplanter Arbeitsplatzvernichtung ungenannt. Vielmehr wird vor der IG Metall gewarnt, mit der in dieser Situation keine Veränderungen möglich seien.
Damit bleibt die IG Metall der Hauptgegner des „Zentrums“. Letztlich wird sie verantwortlich für Entlassungen gemacht, weil die trotz ihrer Anwesenheit in Betrieben wie Bosch oder Mahle durchgezogen werden. Und genau da bietet sich „Zentrum“ als Retter an. Es gehöre Mut dazu, das „Zentrum“ zu wählen, meint Oliver Hilburger im Geleitwort und betont demagogisch: „Ihr seid der Chef, wir euer Werkzeug.“ Kein Zweifel: Das "Game-Changeing" des Zentrum läuft auf Spaltung, Zersetzung, Zerschlagung der Gewerkschaftsbewegung hinaus.
Was darunter zu verstehen ist, wird auf der Titelseite nicht ganz klar, wo sich auf schwarzem Grund grüne Bauern eines Schachspiels auf die Figur des Königs zu bewegen, der auf braunem Podest in einem braunen Ring thront. Heißt das nun, dass die Belegschaft ähnlich wie in einer faschistischen „Betriebsgemeinschaft“ willenlos den Weisungen des „Betriebsführers“ „Zentrum“ folgen soll? Und: „Gleichgeschaltete“ grüne Gummibärchen als Symbol für die Belegschaft marschieren auf S. 12 unter der Losung „Mehrheiten kann man ändern!“ auf ein rotes Gummibärchen als Sinnbild für die IG Metall los. Kein Zweifel: Die Betriebsratswahlen sind für das „Zentrum“ ein weiterer Beitrag zur Spaltung der Belegschaft und zur Zerstörung der IG Metall. Und das mit einer bedeutend umfangreicheren Kandidatenliste als vor vier Jahren.
Wer „Zentrum“ und andere faschistische Betriebsratslisten wählt, wählt faschistische Betriebspolitik! Keine Stimme für das „Zentrum“! "Gamechangeing" im Interesse der Arbeiterklasse ist der gemeinsame Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung, gegen Faschismus und Krieg, für Arbeiterinteressen und eine Zukunft für die Jugend!