Pressemitteilung von Oplatz4 Hanau

Pressemitteilung von Oplatz4 Hanau

Berlin: Mahnwache zum 6. Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau

Die Gruppe Oplatz4Hanau organisiert anlässlich des sechsten Jahrestags des rassistischen Anschlags in Hanau am Samstag, den 21. Februar 2026, von 14 Uhr bis 16 Uhr eine Mahnwache am Oranienplatz.

Sechs Jahre nach Hanau fordern Angehörige der Ermordeten sowie Überlebende weiterhin Gerechtigkeit, eine vollständige Aufklärung der Tat und ihrer Hintergründe sowie konkrete politische und gesellschaftliche Konsequenzen. Viele Fragen sind bis heute unbeantwortet.


Der Anschlag von Hanau war kein Einzelfall. Rechter Terror hat in Deutschland eine lange Geschichte und ist weiterhin bittere Realität. Die Mahnwache setzt ein Zeichen gegen das Vergessen und gegen die Normalisierung rechter Gewalt.


Im Zentrum der Mahnwache stehen dieses Jahr nicht nur die Opfer aus Hanau, sondern alle Opfer rassistischer, antisemitischer und anderer menschenfeindlicher, rechter Gewalt in Deutschland.


„Seit Jahren reden wir. Und während wir reden, sterben Menschen. Dieses Jahr reden wir nicht, dieses Jahr sprechen die Namen“, erklärt das Netzwerk OPlatz4Hanau seine Entscheidung, dieses Jahr eine Mahnwache abzuhalten.


Deshalb stellt die Gruppe eine Namensliste aller bekannten Opfer in Deutschland aus und verliest deren Namen während der Mahnwache.
Unter dem Motto „Kein Vergeben. Kein Vergessen.“ wird gemeinsam der Opfer gedacht und Solidarität mit den Betroffenen gezeigt.


Die Öffentlichkeit ist eingeladen, an der Mahnwache teilzunehmen. Die Teilnehmenden werden gebeten, Kerzen und Blumen mitzubringen.