Deutschland
Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten!
Eine engagierte Düsseldorfer Montagsdemonstrantin hat uns einen Leserbrief mit der Überschrift "Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten!" geschickt:
Ich bin langjährige Montagsdemonstrantin in Düsseldorf und mittlerweile Rentnerin. Ich habe bereits an der Montagsdemo teilgenommen, als ich noch diverse befristete Jobs hatte, die sich mit meiner Arbeitslosigkeit abgewechselt haben.
Ich habe hautnah erlebt, wie brutal und würdelos im Kapitalismus mit abhängig Beschäftigten umgesprungen wird. Wie alle anderen Arbeiter war ich immer fleißig, zuverlässig und pflichtbewusst. Doch schützt weder Fleiß noch Zuverlässigkeit vor unberechtigten Kündigungen bzw. Arbeitsplatzverlusten. Ich finde es daher unerträglich, dass die jetzige Grundsicherung nicht zum Überleben der Bedürftigen reicht und dass üble Hetze gegen Arbeitslose bzw. Langzeitarbeitslose sowie Migranten, jetzt hauptsächlich von der Merz-Regierung sowie der AfD betrieben wird.
Darüber hinaus werden die unsäglichen Krisenlasten auf die Bevölkerung bzw. Geringverdiener abgewälzt. Es werden harte Kürzungsmaßnahmen in allen sozialen Bereichen vorgenommen, um den Rüstungswahnsinn der Merz-Regierung sowie der AfD zu finanzieren und zu rechtfertigen. Es wird allerhöchste Zeit, dieser Regierung, die die Interessen der Kapitalisten bzw. Monopole vertritt, den Spiegel vorzuhalten sowie Paroli zu bieten.
In diesem Zusammenhang sollte man die massive Arbeitsplatzvernichtung trotz schwindelerregender Profite anprangern. "Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten." Autokonzerne, aber auch die Lufthansa und andere erhalten Milliarden an Subventionen, bezahlt vom Steuerzahler. Dafür müssen Kredite bzw. „Sondervermögen“ aufgenommen werden, um hauptsächlich die Rüstungsindustrie zu finanzieren "Whatever it takes", damit Deutschland kriegstüchtig wird. Die Zeche bezahlen wir mit horrenden Steuern, Zinsen für Staatskredite …, da die Multimillionäre und Multimilliardäre nur geringfügig zur Kasse gebeten werden.
Mit ein Grund, weshalb der Staat in eine finanzielle Schieflage geraten ist. Darüber hinaus kassieren die Konzerne noch Subventionen und bleiben weitestgehend von Steuerbelastungen verschont. Dennoch investieren sie ihr zusätzlich unversteuertes generiertes Vermögen und ihre gigantischen Profite hauptsächlich im Ausland. Diese Tatsachen sollte man unverblümt und ungeniert in der Öffentlichkeit verbreiten, um der üblen Hetze gegen Arbeitslose und Migranten mit aller Härte entgegenzutreten.
Es wird allerhöchste Zeit, die realen Fakten über das Steuerparadies Deutschland für Superreiche in den öffentlichen Fokus zu rücken. Im echten Sozialismus gibt es weder Superreiche, noch Kriege, Krisen und Umweltzerstörung. Die Arbeiter selbst verwalten den Staat zum Wohle der Allgemeinheit. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.