Bremen - Bündnis aus 21 Organisationen
Schluss mit dem Völkermord – Freiheit für Palästina!
Was war das für eine beeindruckende Demo am Samstag, den 6. Februar, in Bremen! Ca. 1000 Menschen trugen ihre Solidarität mit dem Überlebens- und Befreiungskampf des palästinensischen Volkes laut, bunt und kämpferisch auf die Straße – über volle drei Stunden!
Aufgerufen hatte das Bündnis "Gemeinsam für Palästina – Bremen und Umzu" (GfP). Dieses hatte sich im November vergangenen Jahres gegründet und sich seitdem wöchentlich zur Vorbereitung dieser (ersten) Demo getroffen. Eine beeindruckende Zahl von bislang etwa 21 unterschiedlichsten Organisationen und Parteien, die teilweise nicht geringe Widersprüche zueinander haben, arbeitet darin aktiv, solidarisch, und auf Augenhöhe mit. Viele teilen auch den Wunsch, dass daraus ein starkes und dauerhaftes antifaschistisches, antiimperialistisches Bündnis wird.
Aufgerufen zur Demo hatten gut 42 Organisationen und es war eine äußerst lebendige und kraftvolle Demo, die Bremen erleben durfte. Auch wenn sie sicherlich noch viel größer geworden wäre, wenn mit der Mobilisierung frühzeitiger begonnen worden wäre.
Die Demonstrierenden verurteilten klar den Völkermord in Gaza, verteidigten das Recht der Palästinenserinnen und Palästinenser auf Verteidigung und stellten unmissverständlich die Forderung nach einem sofortigen Stopp jeglicher Waffenlieferung an Israel an die Bundesregierung.
Verschiedenste Redebeiträge, u.a. ein gemeinsamer vom Bündnis GfP, von Seeds for Palestine, der Frauenorganisation 8. März (Iran/ Afghanistan) oder United4Pali, stellten die Solidarität mit Palästina in den Mittelpunkt und ordneten zugleich die Brutalität gegenüber der palästinensischen Bevölkerung als eine Folge faschistischer Entwicklung von imperialistischen Länder ein. Dazu gehören die USA, die EU, auch Deutschland, und neue imperialistische Länder wie Israel und der Iran. Besonders viel Beifall fand der Beitrag einer Flugzeugbauerin, die sich als Brigadistin für den Wiederaufbau eines Al-Awda-Gesundheitszentrums beworben hat und eindringlich dafür warb, diesen Solidaritätspakt zwischen der ICOR und Al-Awda zu unterstützen, ob durch Spenden oder indem man sich selbst den Brigaden anschließt.
Während der Demo und im Anschluss kamen fast 300 Euro Spenden dafür zusammen. Nicht zuletzt wurde auch das schöne neue Transparent der MLPD mit der Losung "Stoppt den Völkermord in Gaza! Für ein sozialistisches Palästina!" vielfach beachtet und die Perspektive des Sozialismus wurde diskutiert.
Beim Zwischenstopp am Sielwall wurde laut und langanhaltend skandiert: „Antideutsche sind keine Linken!“ Schäumend vor Wut jaulten diese, sich bezeichnenderweise "Iron Dome Bremen" nennenden, „Antideutschen“ auf Instagram darüber auf: Die Demo und das Bündnis „Gemeinsam für Palästina“ beschimpften sie als „antisemitische Querfront“ und ganz Bremen als „antisemitisches Drecksloch“, in dem nur sie und ein paar FDP- und CDU- Abgeordnete noch Israel verteidigen würden. Getroffene Hunde bellen …!