Herne
Rauchmelder: Proteste gegen Vonovia gehen weiter
Der Immobilienkonzern Vonovia will seit Monaten Stück für Stück bundesweit neue Rauchmelder einführen.
Der Trick: Gesetzlich muss der Vermieter nach zehn Jahren die Melder auf seine Kosten austauschen. Stattdessen baut Vonovia für die Mieter weitgehend unnötige Zusatzfunktionen ein – und will die Mieter zur Kasse bitten. Etwa 60 Euro macht das bei den meisten Wohnungen aus, und das Jahr für Jahr.
Außerdem dienen diese „Rauchmelder“ auch einer teilweisen Überwachung der Wohnung (Die Rote Fahne Redaktion berichtet mehrfach, unter anderem hier). Vonovia ist berüchtigt dafür, mit allen Mitteln den maximalen Profit aus den Mietern herauszuholen, zugunsten internationaler Finanzinvestoren.
Immer noch wehren sich Mieterinnen und Mieter in ganz Deutschland dagegen. Mieter aus Herne-Holsterhausen haben nach einem Mietertreffen gestern einen neuen Musterbrief herausgegeben. Darin fordern sie von der Vonovia „endlich ordnungsgemäße Ersatz-Rauchmelder auf ihre Kosten einzubauen“.
In dem Brief heißt es: „Vermieter sind gesetzlich verpflichtet, installierte Rauchmelder nach einem Ablauf von zehn Jahren auf eigene Kosten zu erneuern. Sie entziehen sich aber ihrer Verantwortung und fordern stattdessen, dass wir Mieter zustimmen, dass auf unsere Kosten Rauchmelder mit Zusatzfunktionen eingebaut werden. Diese haben zudem bedenkliche Überwachungsoptionen. Dem habe ich bereits widersprochen. Jetzt drohen sie mit einer Klage und kündigen einen 'kostenpflichtigen' Termin zum Einbau ihrer Rauchmelder an. Dem widerspreche ich hiermit ausdrücklich.“ Informationen und das Musterschreiben gibt es hier.