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Oft Faschisten: ausländische Freiwillige auf Seiten der Ukraine

Die Ukraine hat von Anfang an um ausländische Freiwillige – Söldner – geworben. Darunter waren organisierte Söldnerbanden wie die „Gruppe Mozart“ ebenso wie Ex-Soldaten, Glücksritter und, ziemlich oft, Faschisten.

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Oft Faschisten: ausländische Freiwillige auf Seiten der Ukraine
Die Gesinnung der ausländischen Freiwilligen bei den ukrainischen Streitkräften ist oft fragwürdig - besonders, wenn sie sich für bestimmte Einheiten interessieren. (Bild: Militaryland.net; Lizenz: CC BY-SA 4.0)

In der Ukraine hat sich eine Praxis etabliert, bei der jede Brigade oder auch Regiment seine eigenen Rekruten anwirbt. Fast alle haben dafür Social Media Accounts, in denen sie den Krieg wie einen patriotischen Actionfilm inszenieren. Manche betreiben darüber hinaus professionelle Rekrutierungsseiten, wie auch das faschistische 12. Spezialbrigade Asow der Nationalgarde. Mittlerweile führt die faschistische Einheit das 1. Korps  der Nationalgarde mit bis zu 80 000 Kämpfern an, das auch nach Ihr „Azov“ benannt ist. Das Motto des Korps unterstreicht die dort vertretene Weltanschauung: „Wie Feuer Eisen zu Stahl schmilzt, so schmiedet ein Kampf ein Volk zu einer Nation.“

Ausländische Faschisten von Anfang an dabei

Nicht nur aus Seiten der russischen Armee kämpfen ausländische Staatsbürger, in der ukrainischen Armee sind ausländische Kämpfer wahrscheinlich noch weiter verbreitet (Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel "Mal mehr, mal weniger freiwillig: Ausländische Kämpfer in der Russischen Armee"). Auch bei Asow werden Ausländer gerne genommen, besonders wenn sie weltanschaulich auf der Linie der Faschisten sind. Bereits im ersten Jahr seiner Existenz als Miliz waren ziemlich genau 10 Prozent der Angehörigen der Einheit Ausländer – damals war es noch das „Batallion Asow“ und ziemlich direkt vom Rechten Sektor (Prawyj Sektor) kontrolliert.

 

Seit Ende 2024 gibt es ein internationales Bataillon Azov, in dem ausschließlich Ausländer kämpfen. Ein Problem besondere im Westen ist, dass diese Faschisten dann mit militärischer Ausbildung und Kampferfahrung zurück in den Westen kommen. Verbindungen gibt es auch in Deutschland zu faschistischen Gruppen, etwa zur Identitären Bewegung sowie zu der Partei Der III. Weg. Obwohl das hinlänglich bekannt ist, gab es im Februar 2025 in Berlin eine Rekrutierungsveranstaltung unter der Leitung eines seit 2022 in der Ukraine kämpfenden ehemaligen Panzergrenadiers der Bundeswehr, genannt „Schnitzel“, die gezielt Kämpfer für das Internationale Bataillon Azov anwarb.

 

Für die Ukraine geht es vor allen Dingen darum, möglichst viele Kämpfer zu gewinnen – die Faschisten gewinnen dabei Kontakte und Zugang zu Waffen.