Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit

Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit

Menschenrechtsverletzungen gegen internationale Delegationen in Türkei

Die Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit lädt am 12. Februar um 9 Uhr zu einer Pressekonferenz in die Schönstraße 28, 60327 Frankfurt am Main, ein:

Am 28. und 30. Januar wurden zwei Delegationen von Journalist:innen und Aktivist:innen, die sich in Solidarität mit den Angriffen auf die Autonomieverwaltung in Nord- und Ostsyrien in der Nähe der syrischen Grenze befanden, vom türkischen Staat inhaftiert, gefoltert und schließlich aus der Türkei abgeschoben.

 

Als “People's Caravan to „Defend Humanity“/Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit, laden wir zu einer Pressekonferenz ein, bei der deutsche Teilnehmer:innen dieser Delegationen von ihren Erfahrungen und der Gewalt in Haft berichten.

Folter gegen deutsche Journalist:innen und Aktivist:innen in der Türkei

Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nordostsyrien brachen verschiedene internationale Delegationen in Richtung Kobanê auf, um über die Lage vor Ort zu berichten und humanitäre Hilfe zu leisten.


Eine Delegation von 16 u. a. Journalist:innen, aus Deutschland war drei Tage in der kurdischen Stadt Amed/Diyarbakır und einen Tag in Nusaybin und berichtete von den Protesten dort. Eine weitere Delegation reiste von Istanbul in die Stadt Suruç, um u. a. humanitäre Hilfe in die kurdischen Gebiete Nordostsyriens (Rojava) zu bringen. Beide Delegationen bestanden zu einem großen Teil aus Frauen und Jugendlichen. Nach kurzer Zeit wurden beide Delegationen durch die türkische Polizei verhaftet und in Abschiebehaft gebracht. In der Haft wurden Teilnehmende beider Delegationen geschlagen, bedroht, sexualisierter Gewalt und weiterer Folter ausgesetzt.

Die Türkei bricht internationales Recht

Die Verletzung der Menschenrechte internationaler journalistischer und humanitärer Delegationen durch den türkischen Staat ist ein Eklat, der sich in eine lange Liste der Menschenrechtsverletzungen des türkischen Regimes einreiht. Laut einem Bericht des Anwaltsverbands ÖHD kam es bei Protesten gegen die Angriffe auf Rojava zu massiven Menschenrechtsverletzungen.

 

Zwischen dem 1. Januar und dem 2. Februar dokumentierte der Verband mehr als 800 Festnahmen, über 100 Inhaftierungen, Dutzende Fälle von physischer Gewalt sowie zahlreiche Verstöße gegen Kinderrechte und die freie Berufsausübung von Anwält:innen. Erst am 3. Februar kam es zu einer Verhaftungswelle von fast 100 linken und kurdischen Journalist:innen, Aktivist:innen, Kulturschaffenden und Anwält:innen.


Anwesende Redner:innen werden vier Aktivist:innen der beiden Delegationen sein, welche von ihren Erfahrungen berichten, sowie die Rechtsanwältin Anna Busl, welche eine Einordnung der rechtlichen Lage vornehmen wird. ...