Diskussion

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Internationaler Frauentag – Demos, Aktionen, Streiks?

Im Kampf gegen die derzeit drohende und geplante Vernichtung von Hunderttausenden Arbeitsplätzen in der Auto- und Stahlindustrie haben die Belegschaften in den letzten Monaten viele gewerkschaftliche, teils ergänzt und erweitert um selbständige Aktionen und Streiks, organisiert.

Von der Frauenabteilung der MLPD

Eine Zukunft für die Familien und die Jugend – die nächste Generation braucht Arbeits- und Ausbildungsplätze. Sie ohne Ersatz zu vernichten, kann niemals „sozialverträglich“ sein, wie es in abgeschlossenen „Sozialtarifverträgen“ heißt. Viele Belegschaften verarbeiten ihre Erfahrungen – es muss in die nächste Runde im Kampf gehen, statt sich den Profitinteressen und der Logik unterzuordnen, „es gehe nicht anders“!


Der Internationale Frauentag ist gut geeignet, um diese Auseinandersetzung in den Betrieben und Gewerkschaften mit den besonderen Anliegen der Masse der Frauen zu verbinden: Gegen den Angriff der CDU auf Teilzeitregelungen – für die allgemeine Reduzierung der Arbeitszeit auf eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! Hier leisten aktuell die Ver.di-Beschäftigten in ihren Tarifrunden einen wichtigen Beitrag. Volle Solidarität!


Da der 8. März auf einen Sonntag fällt, finden viele betriebliche Aktionen bereits in der Woche davor statt. Was als „Frauencafé“ manchmal von Kollegen mit einem Schmunzeln bedacht wurde, sind vielfach erkämpfte Traditionen, während der Arbeitszeit gemeinsame gewerkschaftliche Aktionen zu machen. Das gilt es zu verstärken! Machen wir sie bis hin zu Arbeitsniederlegungen zu einem Signal im Kampf um die Zukunft und für die Befreiung der Frauen!


Forderungen können sein: für jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz, Recht auf Teilzeit, volle Rente mit 55 für Frauen und Schichtarbeiter, gegen Militarisierung und Angriffe auf soziale Errungenschaften, gegen die Wehrpflicht für unsere Kinder oder gar Umbau auf Kriegswirtschaft!


Schon seit einigen Jahren organisiert Ver.di am 8. März Aktionen – und immer mehr Sektionen der DGB-Frauen und auch der IG Metall rufen dieses Jahr zur aktiven Beteiligung auf der Straße auf. Mobilisiert vor und im Betrieb, nehmt gemeinsam – Frauen und Männer – teil – mit eigenen Forderungen und Schildern!

 

„Von Minneapolis bis Kabul: Frauen werden entrechtet, verfolgt, getötet. Am 8. und 9. März ist Widerstand keine Option mehr, sondern Pflicht“, titelt die Ver.di-Mitgliederzeitung publik 1/2026.