Köln

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Amazonia – eine sehr empfehlenswerte Ausstellung

Sebastião Salgado, der weltberühmte Fotograf, verstarb 2025. Sein Leben lang war er mit den einfachen Menschen eng verbunden. In unvergleichlichen Bildern zeigte er die Ausbeutung und die Kämpfe von Arbeitern, die Schönheit und die Zerstörung der Natur. Sein letztes großes Projekt widmete er dem Amazonasgebiet.

Korrespondenz

Seine Ehefrau Lelia Wanick-Salgado stellte daraus die Ausstellung Amazonia zusammen. Sie wurde zuerst in Belém anlässlich der Weltklimakonferenz gezeigt und hatte ihre Deutschlandpremiere in Köln.


Man erfährt, dass ein einziger Baum 1000 l Wasser am Tag produziert, woraus der größte Fluss der Welt oder die "fliegenden Flüsse" entstehen, also die Wolken, die Tag für Tag 20 Milliarden Liter Wasser über den südamerikanischen Kontinent transportieren.


Der Amazonas, mit seinen tausenden Zuflüssen ergießt ebenfalls jeden Tag 17 Milliarden Liter Wasser ins Meer. 200 großformatige Schwarz-Weiß-Fotos zeigen die unglaubliche Größe, Schönheit und Verletzlichkeit Amazoniens.


Sebastião Salgado wollte mit seinen Aufnahmen den Betrachtern die Bedeutung des Regenwaldes für den Planeten nahebringen, und das gelingt ihm auch! Er zeichnete sich weiter dadurch aus, dass er jeweils lange mit den portraitierten Menschen zusammenlebte und so ihr Vertrauen gewann. Nur so konnten derart bewegende Portraits indigener Menschen entstehen, von denen etliche bisher so gut wie keinen Kontakt zur modernen Welt hatten.


Über die Jahrhunderte wurde von den über 10 Millionen Indigenen die große Masse durch Krankheiten, Verfolgung und Zerstörung ihres Lebensraumes ausgerottet, sodass heute nur noch kleine Gruppen übrig sind. Diese Menschen blicken uns von den Fotos direkt ins Herz, wir sehen ihre Schönheit und ihre Weisheit und möchten ihnen am liebsten die Hand reichen. Rautenstrauch-Joest-Museum Köln, noch bis zum 15. März. Erreichbar ab Hauptbahnhof: Zwei Stationen mit den Linien 16 oder 18.