Aufruf zum internationalen Stellantis-Aktionstag am 24. März

Aufruf zum internationalen Stellantis-Aktionstag am 24. März

Wir warten nicht ab! Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Die Konzernkoordinierung Stellantis in der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung ruft die Kolleginnen und Kollegen zum Aktionstag am 24. März auf:

Von der Konzernkoordinierung Stellantis in der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung
Wir warten nicht ab! Kampf um jeden Arbeitsplatz!
Aktion in Melfi, Italien (foto: IAC)

... Stellantis greift unsere Arbeitsplätze, unsere Werke, unsere Zukunft an: Arbeitsplatzabbau, längere Arbeitszeiten, verschärfte Arbeitshetze bis zu Werksschließungen – es hat schon begonnen!


Werke werden ausgedünnt, Bereiche werden umorganisiert, Stellen werden abgebaut oder nicht mehr besetzt, die Belastung steigt, während gleichzeitig die Unsicherheit wächst.


Wir kennen das Muster: Ein Standort bekommt keine klare Perspektive, Modelle laufen aus, Investitionen bleiben aus – und am Ende heißt es, es gebe „leider keine Zukunft“ mehr. Stellantis versucht, diese Angriffe als „alternativlos“ darzustellen, schiebt die Schuld auf die „Politik“ oder auf die Elektromobilität. Doch wir wissen, dass die Kapitalisten für ihren Profit auf unserem Rücken im internationalen Konkurrenzkampf oben mitspielen wollen.


Und überall die hinterhältige Methode des Managements, um diese Angriffe durchzusetzen: Spaltung – Werke und Länder gegeneinander ausspielen, Stammbelegschaften gegen Leiharbeiter. Immer ist irgendetwas irgendwo billiger. Immer sollen wir nachgeben, noch billiger werden. Am Ende würde es so in jedem Werk für uns schlechter – und kein Arbeitsplatz ist gerettet.


Wir sagen deshalb: Wir lassen uns nicht spalten. Wir sind eine Belegschaft von Stellantis – egal aus welchem Land. Kein Werk steht alleine. Wenn es weniger Arbeit gibt – sei es durch E- Mobilität oder Absatzprobleme – dann fordern wir eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche – bei vollem Lohnausgleich!


Und versucht erst gar nicht, mit Rüstungsproduktion zu kommen. Wir wollen keine Mordwaffen für Kriege bauen, in denen Arbeiter sterben! Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter!

 

In einer Zeit, in der Stellantis weltweit Werke infrage stellt, Belegschaften gegeneinander ausspielen will, wo nationalistisches und faschistisches Gift in der Arbeiterklasse verbreitet wird, braucht es eine klare Antwort: Internationale Arbeitereinheit, gemeinsame Aktionen und konsequente Solidarität, die gut organisiert werden muss!


Auf der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Indien im November 2025 haben wir einen internationalen Stellantis-Aktionstag beschlossen. Wir warten nicht ab, bis Stellantis im Mai oder Juni seine „neue Strategie“ bekanntgibt, sondern sagen ihnen vorher lautstark den Kampf an!

Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen an allen Standorten von Stellantis auf, sich am weltweiten Aktionstag am 24. März zu beteiligen! Lasst uns ein unüberhörbares Zeichen setzen: Wir kämpfen um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz, um jedes Werk.

Macht den Aktionstag bekannt, sprecht darüber unter Kolleginnen und Kollegen, in den Gewerkschaften. Plant eure Aktionen, z. B. Versammlungen in euren Betrieben, verbunden mit Kundgebungen vor den Toren! Tragt es in eure Familien und euer Umfeld, denn es geht um die Zukunft ganzer Regionen. Wir werden nicht still zusehen, wie unsere Zukunft zerstört wird!


Einheitliches Element in allen Stellantis-Betrieben könnte eine Abstimmung über einen Forderungskatalog als gemeinsame Kampfansage sein. Macht Videobotschaften und organisiert die gegenseitige Solidarität!

Kampf um jeden Arbeitsplatz – internationale Solidarität – kein Werk steht alleine!

 

Hier gibt es den Aufruf als pdf-Datei