Duisburg

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Überraschende Spende

Mein Mann braucht einen neuen Fernsehsessel. Der alte ist durchgelatscht und schmuddelig.

Korrespondenz

Also nix wie hin zum Second-Hand-Möbelladen, da kaufen wir gern, weil es preiswert ist und nachhaltig. Ich hatte wie so oft in dieser Zeit, mein Palästinatuch um, außerdem eine Plastik-Melonenscheibe an der Jacke, als Ausdruck der Palästina-Solidarität.


Schnell finden wir einen bequemen Sessel, robust und hübsch anzusehen, 80 Euro. Jetzt geht’s zur Kasse. Ein junger Mann mit Migrationshintergrund schaut mich an: „Schickes Outfit!“ Mein Mann guckt schon ganz kritisch, aber ich beginne ein Gespräch mit dem jungen Mann, über die Palästina-Solidarität, über das Al-Awda-Projekt, für das wir Spenden sammeln, über die menschenverachtende Politik der Imperialisten nicht nur in Gaza.


Dann geht es ans Bezahlen. „Haben Sie eine Kundenkarte? Dann gibt es 20 Prozent Rabatt.“ „Nein, leider nicht. Hätte ich das gewusst...“ „Doch, doch“, zwinkert er mir zu, „sie haben eine Kundenkarte.“ Und schon zieht er 20 Prozent vom Kaufpreis ab. So landen 16 Euro in der Spendendose für „Palästina muss leben“. Danke, netter junger Mann!