MLPD besucht die Streikenden

MLPD besucht die Streikenden

Streik bei den Erfurter Verkehrsbetrieben: 35-Stunden-Woche und mehr Lohn!

Heute morgen besuchte die MLPD Erfurt die streikenden Kollegen der Erfurter Verkehrsbetriebe. 35-Stunden-Woche und mehr Lohn: Beides ist notwendig, berechtigt und längst finanzierbar.

Streik bei den Erfurter Verkehrsbetrieben: 35-Stunden-Woche und mehr Lohn!
(rf-foto)

Im Radio tönte das Gejammer der kommunalen "Arbeitgeberverbände", die Forderungen seien völlig überzogen. Das ist die typische Begleitmusik zum Streik. Noch nie kam von ihnen die Meldung "Die Forderungen sind berechtigt".

 

Die Kollegen und Kolleginnen sind stolz darauf, dass es gelungen ist, bundesweit einheitlich zu streiken. Die Kälte von Minus 2 Grad hält die Kollegen nicht davon ab, selbstbewusst Streikposten am Tor zu stehen. Feuertonne und Kaffee helfen dabei. Auch Solidarität von außen wärmt! So richtete eine IG-Metall-Betriebsrätin solidarische Grüße aus und spielte das Lied "Keiner schiebt uns weg" und sang "Wir sind Verkehrsarbeiter... Keiner schiebt und weg... nur Streik bringt uns jetzt weiter... keiner schiebt uns weg".

 

Von der MLPD verteilten wir die Broschüre "Wir sind der Fortschritt" und diskutierten viel über den Kapitalismus und Alternativen dazu. Die Stimmung ist kämpferisch, aber nicht alle beteiligen sich aktiv am Streik. Einer sagte, dass die Kollegen vom Gleisbau und aus der Verwaltung sich nicht beteiligen. Hier ist noch einiges zu diskutieren. Trotzdem fährt ganztägig kein Bus und keine Bahn raus und die Belegschaft steht insgesamt zusammen. Nur eine Bahn dreht - ohne Fahrgäste - ihre Runden, damit die Fahrleitung nicht vereist. Sie bringt über einen Schwamm am Stromabnehmer Glycerin auf den Fahrdraht auf. So kann der Betrieb morgen 3.30 Uhr pünktlich und planmäßig wieder anlaufen.