Palästina muss leben!
München: Ein Nachmittag im Zeichen der Solidarität mit Palästina
Bereits 2025 sorgte eine Veranstaltung eines Bündnisses aus acht Organisationen für Furore. Bei dieser Benefizveranstaltung im Mai 2025 wurde der Solidaritätspakt der ICOR mit der Al-Awda Health Community Association vorgestellt und es wurden kräftig Spenden dafür gesammelt. Außerdem machten wir die Brigaden bekannt, die bald mit dem Aufbau eines Gesundheitszentrums beginnen wollen.
Das hat breit Wellen geschlagen und auch politische Gegner auf den Plan gerufen. Die Folgeveranstaltung im November 2025 wurde daraufhin krass verleumdet und die Antisemitismus-Keule wurde voll gegen den gesamten Vorbereiterkreis eingesetzt. Die Süddeutsche Zeitung ließ sich hier zum willfährigen Gehilfen machen. Die Veranstaltung musste abgesagt werden wegen einem schweren Krankheitsfall im Vorbereitungskollektiv. Im Stadtrat wurde in der Folge des Artikels der SZ ein Antrag von der CSU eingebracht, dass solche Veranstaltungen in städtischen Einrichtungen nicht mehr stattinden dürften.
Aber von diesem Rückschlag ließen wir uns nicht einschüchtern. Auch nach dem Waffenstillstandsabkommen ist die internationale Solidarität mit dem palästinensischen Volk geboten. Die humanitäre Lage vor Ort hat sich kaum entspannt und die israelische Regierung träumt weiterhin von einem Groß-Israel, in dem kein Palästinenser einen Platz hat. Der Solidaritätspakt der ICOR mit der Al-Awda Health and Community Association ist ein Projekt, das den Wiederaufbau Palästinas unterstützt und zwar unter der Regie der Palästinenser selbst. Mit Projekten wie diesem bekommt dieses unterdrückte Volk eine Perspektive und Hoffnung. Das ist die vordringlichste Aufgabe der internationalen Solidarität.
In München fand also am gestrigen 7. Februar eine weitere Benefizveranstaltung zugunsten des Solidaritätspakts statt. Es war erneut ein beeindruckendes Zeugnis, dass die Solidaritätsbewegung nicht stumm zu kriegen ist und die Solidarität mit Palästina weiterhin einer breiten Masse ein Bedürfnis ist. 140 Menschen wollten an diesem Nachmittag ein Zeichen dafür setzen. Nach einer Einleitung mit einer Schilderung der aktuellen Situation in Gaza und dem Westjordanland gab es eine Podiumsdiskussion mit einem Vertreter von MLPD/ICOR und einem Vertreter der Solidaritätsorganisation Solidarität International. Der aktuelle Stand des Solidaritätspakts und der Vorbereitung der Brigaden wurde geschildert und anschließend darüber diskutiert.
Nach der Diskussion gab es ein buntes Kulturprogramm mit Musik der palästinensischen Gruppe Baladi, der mexikanischen Sängerin Valeria und einer Tanzgruppe des traditionellen palästinensischen Tanzes Dabke. Besonders berührend war ein Poetry-Slam-Beitrag von Clark, der den revolutionären Optimismus stärkte und die Arbeiter aufrief, ihre Kraft zu erkennen, dass Sie diejenigen sind, die die Dinge am Laufen halten und vielleicht sollten sie die "Herrschenden" mal wieder an diese Tatsache erinnern. Ein reichhaltiges Buffet versorgte die zahlreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung.
Am Ende landeten über 4000 Euro in den aufgestellten Spendendosen. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessierten sich für eine Mitarbeit in der SI-Gruppe "Palästina must live". Der Nachmittag war also ein voller Erfolg und wird sicher nicht der letzte Nachmittag der Palästina-Solidarität in München bleiben, auch wenn es einige Herren im Stadtrat sicher gerne anders hätten.